Wie tief die Erfahrungen sitzen, die ich vor Monaten mit O2 in der Sache "Einmal DSL für Frank bitte" gemacht habe, zeigt meine Reaktion auf die Rechnung, die ich jetzt von O2 bekommen habe. Die Rechnung wies DSL-Gebühren in Höhe von insgesamt € 33,58 auf, abzüglich einer "Sie sind bei uns Genion-Kunde; deswegen kriegen Sie den Krempel 5 Euro billiger"-Gutschrift.
Ich kochte. Nie Hardware von O2 erhalten, Vertrag in Absprache mit O2 storniert und von O2 sogar die Stornobestätigung bekommen, und jetzt rechnet man einfach trotzdem DSL-Gebühren!
Aber ich hatte nicht zu Ende gelesen. Man schrieb mir in der selben Rechnung weiter unten genau so viel gut, dass der "Sie sind bei uns Genion-Kunde; deswegen kriegen Sie den Krempel 5 Euro billiger"-Abzug übrig blieb. Man hatte mir also nichts für DSL berechnet.
Die Aufregung fiel von mir ab wie bröckeliger Putz.
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Freitag, Juni 22, 2007
Dienstag, Mai 22, 2007
Was mit meinem Anschluss geschah
Achtung: setzen und Getränk und Popcorn nehmen! Jetzt kommt ein News-Kracher, der die Welt verändern wird.
Ich bin wieder von zu Hause aus online, und mein Telefonanschluss funktioniert wieder.
Was heute geschah:
Gegen 9:25 Uhr klingelte jemand an meiner Tür. Es war ein Techniker von einem Subunternehmen der T-Com. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, dass tatsächlich jemand auftaucht.
Dieses Subunternehmen, so sagte er mir, darf nicht streiken und übernimmt in dieser Zeit des Streiks Arbeiten, die sonst die T-Com übernehmen müsste. Das zu hören, gefiel mir natürlich außerordentlich gut, macht aber gleichzeitig einen Streik ziemlich sinnlos. Man hätte mir bei Alice natürlich auch sagen können, dass der Techniker kommen wird, weil sein Unternehmen nicht streikt, aber das wissen die vermutlich selbst nicht.
Der Techniker, der seinen Namen nicht nannte, war sachlich und freundlich und begann zügig mit seiner Anamnese. Ein Blick auf meine TAE-Dose und den Verteiler im Keller gab preis, dass meine Leitung auf einem falschen Anschluss lag. Ein paar Handgriffe an der Verteilerdose und am Hausverteiler am Ende meiner Straße korrigierten diesen Fehler. Im weiteren Prüfungsverlauf stellte sich heraus, dass mein TAE-Verlängerungskabel defekt war. Über Nacht muss es sich, während ich schlief, verabschiedet haben.
Mir ist unerklärlich, wie beides sein kann. Irgend jemand surfte auf meiner Leitung, während ich ebenfalls an eine falsche angeschlossen war, und dass mein Verlängerungskabel sich einfach so über Nacht verabschiedet hat, lässt mich an böse Geister glauben.
So sehr ich mich freue, wieder zu Hause Internet zu haben, so wenig habe ich Erklärungen für all das. Wann kommt der nächste Spack auf die Idee, unten am Verteiler wild Leitungen hin und her zu schieben?
Immerhin liegt jetzt meine Leitung, wie sie soll, und es läuft wieder alles. Ich muss dringend pissen.
Ich bin wieder von zu Hause aus online, und mein Telefonanschluss funktioniert wieder.
Was heute geschah:
Gegen 9:25 Uhr klingelte jemand an meiner Tür. Es war ein Techniker von einem Subunternehmen der T-Com. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, dass tatsächlich jemand auftaucht.
Dieses Subunternehmen, so sagte er mir, darf nicht streiken und übernimmt in dieser Zeit des Streiks Arbeiten, die sonst die T-Com übernehmen müsste. Das zu hören, gefiel mir natürlich außerordentlich gut, macht aber gleichzeitig einen Streik ziemlich sinnlos. Man hätte mir bei Alice natürlich auch sagen können, dass der Techniker kommen wird, weil sein Unternehmen nicht streikt, aber das wissen die vermutlich selbst nicht.
Der Techniker, der seinen Namen nicht nannte, war sachlich und freundlich und begann zügig mit seiner Anamnese. Ein Blick auf meine TAE-Dose und den Verteiler im Keller gab preis, dass meine Leitung auf einem falschen Anschluss lag. Ein paar Handgriffe an der Verteilerdose und am Hausverteiler am Ende meiner Straße korrigierten diesen Fehler. Im weiteren Prüfungsverlauf stellte sich heraus, dass mein TAE-Verlängerungskabel defekt war. Über Nacht muss es sich, während ich schlief, verabschiedet haben.
Mir ist unerklärlich, wie beides sein kann. Irgend jemand surfte auf meiner Leitung, während ich ebenfalls an eine falsche angeschlossen war, und dass mein Verlängerungskabel sich einfach so über Nacht verabschiedet hat, lässt mich an böse Geister glauben.
So sehr ich mich freue, wieder zu Hause Internet zu haben, so wenig habe ich Erklärungen für all das. Wann kommt der nächste Spack auf die Idee, unten am Verteiler wild Leitungen hin und her zu schieben?
Immerhin liegt jetzt meine Leitung, wie sie soll, und es läuft wieder alles. Ich muss dringend pissen.
Montag, Mai 21, 2007
Von gutem Timing für Kurznachrichten
Meine Freunde bei Alice, ehrlich, ihr macht mich fix und fertig.
Jetzt steht der Termin für den T-Com-Techniker für morgen zwischen 8:00 und 12:00 Uhr. Die ganze Vorgeschichte und Scheiße, die davor passiert ist, lassen wir mal weg, obwohl sie genug Gelegenheit gäbe, an einem Herzschlag zu sterben oder tausende von Menschen mit Messer und Gabel zu töten.
Da bekomme ich jetzt gerade um 17:44 Uhr allen Ernstes folgende Kurznachricht aufs Handy:
"Lieber Kunde! Die Anschluss-Stoerung kann nur mit T-Com-Unterstützung behoben werden. Aufgrund des T-Com-Streiks verzoegert sich die Bearbeitung. Ihr Alice-Team"
Wenn diese Nachricht eins zeigt, dann, dass man auch bei Alice weit davon entfernt ist, mit automatisiertem Kundenumgang Sympathien zu erhaschen. Diese Nachricht wäre letzte Woche Freitag, als ich den halben Tag vergeblich zu Hause gesessen und auf einen Techniker gewartet habe, nicht schlecht gewesen. Jetzt regt sie mich im besten Fall tierisch auf.
Die Telekom soll zur Hölle fahren und dort Schwänze blasen, bis der Hals wundgescheuert ist und brennt wie Salzsäure auf der babyweichen Haut.
Jetzt steht der Termin für den T-Com-Techniker für morgen zwischen 8:00 und 12:00 Uhr. Die ganze Vorgeschichte und Scheiße, die davor passiert ist, lassen wir mal weg, obwohl sie genug Gelegenheit gäbe, an einem Herzschlag zu sterben oder tausende von Menschen mit Messer und Gabel zu töten.
Da bekomme ich jetzt gerade um 17:44 Uhr allen Ernstes folgende Kurznachricht aufs Handy:
"Lieber Kunde! Die Anschluss-Stoerung kann nur mit T-Com-Unterstützung behoben werden. Aufgrund des T-Com-Streiks verzoegert sich die Bearbeitung. Ihr Alice-Team"
Wenn diese Nachricht eins zeigt, dann, dass man auch bei Alice weit davon entfernt ist, mit automatisiertem Kundenumgang Sympathien zu erhaschen. Diese Nachricht wäre letzte Woche Freitag, als ich den halben Tag vergeblich zu Hause gesessen und auf einen Techniker gewartet habe, nicht schlecht gewesen. Jetzt regt sie mich im besten Fall tierisch auf.
Die Telekom soll zur Hölle fahren und dort Schwänze blasen, bis der Hals wundgescheuert ist und brennt wie Salzsäure auf der babyweichen Haut.
Neuer Termin mit dem T-Com-Techniker an sich
Gut, 9:55 Uhr ist jetzt nicht mitten in der Nacht, auch nicht an einem Sonntag, aber wenn um diese Zeit eine Kurznachricht auf dem Handy landet, das den Empfang mit Nachtigallzwitschern quittiert und man deswegen wach wird, denkt man an alles Mögliche, nur nicht daran, dass sie vom Internetprovider kommen könnte.
War aber so. Mir schrieb das Alice-Team: "Lieber Kunde! Bitte rufen Sie uns zur Terminabsprache zu Ihrer Stoerung Nr. GEO000001154767 […] an."
Ich tat also -- ein wenig später und schon mit dem ersten Kaffee im Vernichtungskampf --, wie mir geheißen. Ein Mann mit angenehmer ruhiger Stimme und einem lustigem Doppelnamen, an den ich mich nicht mehr genau erinnere ("Mann-Meixner" oder so; es klang jedenfalls erst wie Spaß und dann wie ein Künstlername eines verkannten Genies, das sich zur Tarnung in ein Call Center gesetzt hat und die Tarnung genießt wie die Kelly Family den Geruch von Patchouli), erklärte mir, "man" wolle mit mir jetzt einen Termin innerhalb der nächsten drei Werktage vereinbaren, jedoch nicht am Montag (heute). Auf meine Frage, wie wichtig es gerade mit Blick darauf, dass ich schon am Freitag zuvor vergeblich auf einen (meinetwegen auch mehrere) Techniker gewartet hätte, wäre, dass ich zu Hause sei, sagte er, wenn T-Com schon so ein Zeitfenster setzte, wäre es sehr wahrscheinlich, dass auch jemand aufkreuzte.
Nun gut, also morgen soll er kommen, der Techniker an sich. Zwischen 8:00 und 12:00 Uhr.
Jetzt weiß ich nur nicht, wie ich meinem Chef verklickern soll, dass ich in der Zeit zu Hause sein muss.
Aber die Geschichte ist irgendwie amüsant. Dass Alice Genies beschäftigt, finde ich cool.
War aber so. Mir schrieb das Alice-Team: "Lieber Kunde! Bitte rufen Sie uns zur Terminabsprache zu Ihrer Stoerung Nr. GEO000001154767 […] an."
Ich tat also -- ein wenig später und schon mit dem ersten Kaffee im Vernichtungskampf --, wie mir geheißen. Ein Mann mit angenehmer ruhiger Stimme und einem lustigem Doppelnamen, an den ich mich nicht mehr genau erinnere ("Mann-Meixner" oder so; es klang jedenfalls erst wie Spaß und dann wie ein Künstlername eines verkannten Genies, das sich zur Tarnung in ein Call Center gesetzt hat und die Tarnung genießt wie die Kelly Family den Geruch von Patchouli), erklärte mir, "man" wolle mit mir jetzt einen Termin innerhalb der nächsten drei Werktage vereinbaren, jedoch nicht am Montag (heute). Auf meine Frage, wie wichtig es gerade mit Blick darauf, dass ich schon am Freitag zuvor vergeblich auf einen (meinetwegen auch mehrere) Techniker gewartet hätte, wäre, dass ich zu Hause sei, sagte er, wenn T-Com schon so ein Zeitfenster setzte, wäre es sehr wahrscheinlich, dass auch jemand aufkreuzte.
Nun gut, also morgen soll er kommen, der Techniker an sich. Zwischen 8:00 und 12:00 Uhr.
Jetzt weiß ich nur nicht, wie ich meinem Chef verklickern soll, dass ich in der Zeit zu Hause sein muss.
Aber die Geschichte ist irgendwie amüsant. Dass Alice Genies beschäftigt, finde ich cool.
Samstag, Mai 19, 2007
Alice und der Telekom-Techniker an sich
Mittlerweile hat sich beim Blog sehr stark zur Klagemauer in Sachen "DSL-Anschluss" entwickelt, aber ich kann noch einen drauflegen.
Dass mein Telefon- und DSL-Anschluss wieder tot ist, finde ich vor allem deswegen super, weil es genau in meine Vier-Tage-Wochenende-Periode passt, in der ich mal ein paar Sachen erledigt bekommen wollte. Da hat Alice einen guten Riecher gehabt.
Angekündigt hatte man mir den Telekom-Techniker für gestern zwischen 13:00 und 17:00 Uhr. Ganz nebenbei bemerkt: Würden wir von der Kanzlei unseren Besuch bei Mandanten für so eine Zeitspanne ankündigen, wären wir arbeitslos. Im Telekommunikationssektor ist man schon dankbar, wenn man zum Tag überhaupt eine Zeitspanne angegeben bekommt.
Man ist aber, statt vor Ärger rot anzulaufen, dass schon wieder der DSL-Anschluss im Arsch ist, geradezu dankbar, dass der Technikertermin "nur" zwei Tage entfernt liegt. Die Zeitspanne "13 bis 17 Uhr" kommt daher wie frische Panna Cotta. Der Speichel fließt vor Appetit geradezu.
So sitze ich also gestern den halben Tag zu Hause, um auf einen Techniker zu warten, der vielleicht -- das wurde mir von Alice sogar so angekündigt -- nicht einmal auftaucht. "Wenn der den Leitungsfehler schon vorher findet, braucht der ja nicht mehr zu Ihnen zu kommen."
Um 17:00 Uhr war natürlich niemand aufgetaucht; es hatte sich weder ein Techniker noch Alice bei mir gemeldet, und der Leitungsfehler war unverändert. "Düüt düüt düüt, düüt düüt düüt."
So rief ich bei Alice an. Ein dieses Mal sogar recht unfreundlicher Herr, dessen Name ich nicht verstanden habe, der einen Hamburger Akzent hatte, sagte mir auf Nachfrage, da könne man nichts machen, denn Alice habe von dem Techniker noch nichts gehört. Ich solle doch am darauf folgenden Tag um 17:00 Uhr noch einmal anrufen; dann hätte er sich vielleicht gemeldet. Sehr schön auch der Kommentar: "Ja vielleicht kommt der Techniker auch noch bis 18:00 Uhr." -- "Mja, Überstunden sind sehr wahrscheinlich bei der aktuellen Streiklage der Telekom." -- "Ja man kann ja nie wissen. Manche arbeiten bei der Telekom ja noch."
Verstehe. Macht Sinn.
Man betrachte sich einmal diese Standardsituation: Die Leitung ist tot. Alice käme nie auf die Idee, von selbst jemanden rauszuschicken, um sie zu reparieren, sondern der Kunde muss sich selbst darum kümmern. Ich wüsste gern, was Alice sagen würde, wenn ich das mit der Bezahlung der Rechnung auch so machen würde. Ohne Bankeinzugsermächtigung, versteht sich. Da feuern Unternehmen ja mit allen Mitteln, und wie schnell hagelt es dann Briefe von "Recht & Inkasso"-Abteilungen, die besonders dann etwas absurd wirken, wenn das Unternehmen keinen Anspruch auf Zahlung hat, aber deren automatisches System den Vorgang handhabt, ohne dass mal jemand mit einem Gehirn über den Sachverhalt schaut.
Kostet zu viel, vermute ich.
Der Kunde spricht also auf das Auftreten der Störung hin mit Alice, die sich dann mit der Telekom in Verbindung setzen. Die Telekom spricht dann (vielleicht) einen Techniker an, aber sind wir uns doch einer Tatsache mal völlig bewusst: Wann der Techniker auftaucht, ist doch völlig egal. Noch eher: Ob er kommt, ist in Wahrheit scheißegal. Was soll denn passieren? Der Kunde kann eh nichts machen, und selbst wenn's Alice interessieren würde, können die auch nichts machen.
Es ist schön zu wissen, dass man am Ende nur beten kann, dass die Leitung (weiterhin) funktioniert. Denn wenn Störungen auftreten, muss die Telekom auf die Bühne. Und dann werden es Höllenqualen.
Dabei wollte ich nur von Arcor weg, mit denen ich in technischer Hinsicht nie Schwierigkeiten hatte. Das habe ich jetzt davon. Die unzähligen Stunden Telefonate, die für diesen Scheißdreck mittlerweile angefallen sind, lassen mich die Fäuste ballen.
Gerade mit Herrn Paul von Alice telefoniert: "Da kann ich im Moment auch keine Auskunft geben. [...] In Ihrem Vorwahlbereich haben wir wohl im Moment Probleme wegen der Telekom. Im Moment streikt die Telekom dort. Die Techniker kommen deshalb nicht. Unsere Techniker dürfen da leider nicht ran."
Herr Paul hat mir die Bearbeitungsnummer und Rufnummer der T-Com gegeben, und dort habe ich angerufen und mit einem Herrn "Schojewski" gesprochen: "Guten Tag, ich rufe an wegen der Rufnummer, die Sie vor sich sehen sollten." -- "Ham wer nich." -- "Das ist ein Alice-Anschluss, und man hat mich dort an Sie verwiesen, ..." -- "Das war falsch."
Da hab ich kommentarlos aufgelegt.
Wie erwartet ist man bei T-Com nicht nur arbeitsfaul, sondern beschäftigt anscheinend geradezu absichtlich eine Riege unbeschreiblich unfreundlicher Arschlöcher. Ich bedanke mich.
Dass mein Telefon- und DSL-Anschluss wieder tot ist, finde ich vor allem deswegen super, weil es genau in meine Vier-Tage-Wochenende-Periode passt, in der ich mal ein paar Sachen erledigt bekommen wollte. Da hat Alice einen guten Riecher gehabt.
Angekündigt hatte man mir den Telekom-Techniker für gestern zwischen 13:00 und 17:00 Uhr. Ganz nebenbei bemerkt: Würden wir von der Kanzlei unseren Besuch bei Mandanten für so eine Zeitspanne ankündigen, wären wir arbeitslos. Im Telekommunikationssektor ist man schon dankbar, wenn man zum Tag überhaupt eine Zeitspanne angegeben bekommt.
Man ist aber, statt vor Ärger rot anzulaufen, dass schon wieder der DSL-Anschluss im Arsch ist, geradezu dankbar, dass der Technikertermin "nur" zwei Tage entfernt liegt. Die Zeitspanne "13 bis 17 Uhr" kommt daher wie frische Panna Cotta. Der Speichel fließt vor Appetit geradezu.
So sitze ich also gestern den halben Tag zu Hause, um auf einen Techniker zu warten, der vielleicht -- das wurde mir von Alice sogar so angekündigt -- nicht einmal auftaucht. "Wenn der den Leitungsfehler schon vorher findet, braucht der ja nicht mehr zu Ihnen zu kommen."
Um 17:00 Uhr war natürlich niemand aufgetaucht; es hatte sich weder ein Techniker noch Alice bei mir gemeldet, und der Leitungsfehler war unverändert. "Düüt düüt düüt, düüt düüt düüt."
So rief ich bei Alice an. Ein dieses Mal sogar recht unfreundlicher Herr, dessen Name ich nicht verstanden habe, der einen Hamburger Akzent hatte, sagte mir auf Nachfrage, da könne man nichts machen, denn Alice habe von dem Techniker noch nichts gehört. Ich solle doch am darauf folgenden Tag um 17:00 Uhr noch einmal anrufen; dann hätte er sich vielleicht gemeldet. Sehr schön auch der Kommentar: "Ja vielleicht kommt der Techniker auch noch bis 18:00 Uhr." -- "Mja, Überstunden sind sehr wahrscheinlich bei der aktuellen Streiklage der Telekom." -- "Ja man kann ja nie wissen. Manche arbeiten bei der Telekom ja noch."
Verstehe. Macht Sinn.
Man betrachte sich einmal diese Standardsituation: Die Leitung ist tot. Alice käme nie auf die Idee, von selbst jemanden rauszuschicken, um sie zu reparieren, sondern der Kunde muss sich selbst darum kümmern. Ich wüsste gern, was Alice sagen würde, wenn ich das mit der Bezahlung der Rechnung auch so machen würde. Ohne Bankeinzugsermächtigung, versteht sich. Da feuern Unternehmen ja mit allen Mitteln, und wie schnell hagelt es dann Briefe von "Recht & Inkasso"-Abteilungen, die besonders dann etwas absurd wirken, wenn das Unternehmen keinen Anspruch auf Zahlung hat, aber deren automatisches System den Vorgang handhabt, ohne dass mal jemand mit einem Gehirn über den Sachverhalt schaut.
Kostet zu viel, vermute ich.
Der Kunde spricht also auf das Auftreten der Störung hin mit Alice, die sich dann mit der Telekom in Verbindung setzen. Die Telekom spricht dann (vielleicht) einen Techniker an, aber sind wir uns doch einer Tatsache mal völlig bewusst: Wann der Techniker auftaucht, ist doch völlig egal. Noch eher: Ob er kommt, ist in Wahrheit scheißegal. Was soll denn passieren? Der Kunde kann eh nichts machen, und selbst wenn's Alice interessieren würde, können die auch nichts machen.
Es ist schön zu wissen, dass man am Ende nur beten kann, dass die Leitung (weiterhin) funktioniert. Denn wenn Störungen auftreten, muss die Telekom auf die Bühne. Und dann werden es Höllenqualen.
Dabei wollte ich nur von Arcor weg, mit denen ich in technischer Hinsicht nie Schwierigkeiten hatte. Das habe ich jetzt davon. Die unzähligen Stunden Telefonate, die für diesen Scheißdreck mittlerweile angefallen sind, lassen mich die Fäuste ballen.
Gerade mit Herrn Paul von Alice telefoniert: "Da kann ich im Moment auch keine Auskunft geben. [...] In Ihrem Vorwahlbereich haben wir wohl im Moment Probleme wegen der Telekom. Im Moment streikt die Telekom dort. Die Techniker kommen deshalb nicht. Unsere Techniker dürfen da leider nicht ran."
Herr Paul hat mir die Bearbeitungsnummer und Rufnummer der T-Com gegeben, und dort habe ich angerufen und mit einem Herrn "Schojewski" gesprochen: "Guten Tag, ich rufe an wegen der Rufnummer, die Sie vor sich sehen sollten." -- "Ham wer nich." -- "Das ist ein Alice-Anschluss, und man hat mich dort an Sie verwiesen, ..." -- "Das war falsch."
Da hab ich kommentarlos aufgelegt.
Wie erwartet ist man bei T-Com nicht nur arbeitsfaul, sondern beschäftigt anscheinend geradezu absichtlich eine Riege unbeschreiblich unfreundlicher Arschlöcher. Ich bedanke mich.
Mittwoch, Mai 16, 2007
Internet und Telefon tot
So schnell geht's. Kurz vor dem Schlafengehen läuft noch alles, am nächsten Morgen sind Telefonleitung und Internet tot. Telefon sagt: "düüt düüt düüt, düüt düüt düüt."
Neulich hatte ich das schon einmal für etwa eine Minute gehabt. Ich hatte telefoniert und gar nicht bemerkt, dass der Anruf beendet worden war. Munter hatte ich meinem Mitteilungsbedürfnis freien Lauf gelassen. Dann erneuter Anrufversuch: düüt düüt düüt. Eine Minute später ging's wieder. Nervt natürlich, war aber auszuhalten.
So dachte ich gestern Morgen, der Mist ginge dann schon wieder, wenn ich abends nach Hause komme. Das war natürlich nicht so. Gestern Abend komme ich gegen 0:30 Uhr nach Hause, und das Telefon gibt nur die üblichen Piepser von sich. Also rief ich bei Alice an, mit dem Handy, versteht sich. Ist ja ne 0800-Nummer. Bin gespannt, ob das trotz Homezone was kostet.
Herr Uske von Alice, den ich nach etwa zehnminütiger Wartezeit erreichte, scheuchte mich, der ich schon im Bett lag, wieder raus und ließ mich Leuchten am Modem aufzählen. Dann erzählte er was von Leitungsmessung, die dann ergab, dass die Leitung "nur 53 Meter" lang sei. "Die ist viel zu kurz. Die sind sonst 250 Meter lang." Aha. Ich hatte, um das zu begreifen, eine deutlich zu lange Leitung. Da hätte man sich ja in der Mitte treffen können.
Mitarbeiter des Monats Uske hatte viel Elan, wollte mir allerlei Informationen zu Verteilerkästen geben; denn an einem von ihnen vermutete er den Fehler. Ich war allerdings müde und wollte schlafen, winkte daher dankend ab.
Man würde einen Techniker rausschicken und mich dann telefonisch sofort unterrichten.
Bislang habe ich nichts gehört.
Dass ausgerechnet jetzt wieder die Leitung tot ist, trampelt mir derartig auf dem Sack herum, dass ich das ganze Buffet randvoll brechen möchte. Jetzt habe ich wegen des Feier- und des anschließenden Brückentages mal etwas Zeit für Krempel zu Hause; da muss natürlich wieder die Leitung tot sein.
Wer schreibt eigentlich diese Drehbücher.
Update: 13:52 Uhr
Noch mal bei Alice angerufen.
Herr Scheibner: "Haben Sie eine SMS von uns erhalten?" -- "Nein." -- "Gut, dann müsste die noch kommen."
Info in der Sache: Die Leitung muss von einem Telekom-Mitarbeiter geprüft werden. Das ist in mehrerlei Hinsicht spitze. Erstens, weil ich damit schön die nächsten Tage keinen Internetzugang habe und das zum Kotzen finde, und zweitens, weil die Telekom-Arschgeigen im Moment streiken. Das kann ja heiter werden.
Aber es passt genau in meinen Urlaub.
Sehr schön auch die Ansage auf meine Frage, ob mir Alice wenigstens wegen der Gebühren für den Zeitraum der Störung entgegen kommt. "Ja, Herr Stiegler, da möchte ich Sie bitten, dass Sie sich dann noch mal melden, wenn der Anschluss wieder funktioniert. Wenn Sie dann berechtigterweise Gebühren zurückverlangen, können wir Ihnen da entgegen kommen."
Worauf das hinausläuft, ist ja klar. Was mir dagegen nicht klar ist, ist, warum man auch bei Alice nicht auf den Trichter kommt, einfach weniger zu berechnen, wenn man bei denen schon aktenkundig hat, dass die Leistung nicht vollständig erbracht wurde.
Kundenservice deluxe; ich bedanke mich.
Neulich hatte ich das schon einmal für etwa eine Minute gehabt. Ich hatte telefoniert und gar nicht bemerkt, dass der Anruf beendet worden war. Munter hatte ich meinem Mitteilungsbedürfnis freien Lauf gelassen. Dann erneuter Anrufversuch: düüt düüt düüt. Eine Minute später ging's wieder. Nervt natürlich, war aber auszuhalten.
So dachte ich gestern Morgen, der Mist ginge dann schon wieder, wenn ich abends nach Hause komme. Das war natürlich nicht so. Gestern Abend komme ich gegen 0:30 Uhr nach Hause, und das Telefon gibt nur die üblichen Piepser von sich. Also rief ich bei Alice an, mit dem Handy, versteht sich. Ist ja ne 0800-Nummer. Bin gespannt, ob das trotz Homezone was kostet.
Herr Uske von Alice, den ich nach etwa zehnminütiger Wartezeit erreichte, scheuchte mich, der ich schon im Bett lag, wieder raus und ließ mich Leuchten am Modem aufzählen. Dann erzählte er was von Leitungsmessung, die dann ergab, dass die Leitung "nur 53 Meter" lang sei. "Die ist viel zu kurz. Die sind sonst 250 Meter lang." Aha. Ich hatte, um das zu begreifen, eine deutlich zu lange Leitung. Da hätte man sich ja in der Mitte treffen können.
Mitarbeiter des Monats Uske hatte viel Elan, wollte mir allerlei Informationen zu Verteilerkästen geben; denn an einem von ihnen vermutete er den Fehler. Ich war allerdings müde und wollte schlafen, winkte daher dankend ab.
Man würde einen Techniker rausschicken und mich dann telefonisch sofort unterrichten.
Bislang habe ich nichts gehört.
Dass ausgerechnet jetzt wieder die Leitung tot ist, trampelt mir derartig auf dem Sack herum, dass ich das ganze Buffet randvoll brechen möchte. Jetzt habe ich wegen des Feier- und des anschließenden Brückentages mal etwas Zeit für Krempel zu Hause; da muss natürlich wieder die Leitung tot sein.
Wer schreibt eigentlich diese Drehbücher.
Update: 13:52 Uhr
Noch mal bei Alice angerufen.
Herr Scheibner: "Haben Sie eine SMS von uns erhalten?" -- "Nein." -- "Gut, dann müsste die noch kommen."
Info in der Sache: Die Leitung muss von einem Telekom-Mitarbeiter geprüft werden. Das ist in mehrerlei Hinsicht spitze. Erstens, weil ich damit schön die nächsten Tage keinen Internetzugang habe und das zum Kotzen finde, und zweitens, weil die Telekom-Arschgeigen im Moment streiken. Das kann ja heiter werden.
Aber es passt genau in meinen Urlaub.
Sehr schön auch die Ansage auf meine Frage, ob mir Alice wenigstens wegen der Gebühren für den Zeitraum der Störung entgegen kommt. "Ja, Herr Stiegler, da möchte ich Sie bitten, dass Sie sich dann noch mal melden, wenn der Anschluss wieder funktioniert. Wenn Sie dann berechtigterweise Gebühren zurückverlangen, können wir Ihnen da entgegen kommen."
Worauf das hinausläuft, ist ja klar. Was mir dagegen nicht klar ist, ist, warum man auch bei Alice nicht auf den Trichter kommt, einfach weniger zu berechnen, wenn man bei denen schon aktenkundig hat, dass die Leistung nicht vollständig erbracht wurde.
Kundenservice deluxe; ich bedanke mich.
Mittwoch, Mai 09, 2007
Internet schon wieder seit dem 02.05.!
So schnell geraten Schwierigkeiten in Vergessenheit, wenn man zu Hause wieder Internetzugang hat. Alice versprach, am 02.05. meinen Anschluss freizuschalten, und das taten sie auch. Auf den Techniker, der offiziellen Angaben zu Folge zwischen 8:00 und 16:00 Uhr, inoffiziellen Angaben zu Folge jedoch zwischen 8:00 und 12:00 Uhr aufkreuzen sollte, hätte ich allerdings vergeblich warten können. Der kam nämlich gar nicht.
Das war aber auch nicht weiter schlimm, weil ich gegen 11:00 Uhr auch so schon telefonieren konnte. Nur Internet klappte nicht. Genauer gesagt: Mein Tower bekam keine Internetverbindung, was sich im Verlauf des Tages als Protokollfehler herausstellte. Wo TCP/IP vorher noch problemlos funktioniert hatte, schien das Protokoll plötzlich schlicht kaputt zu sein. Das fand ich allerdings auch nicht über Alices "normale" (lies: kostenlos) Hotline heraus, sondern erst durch einen Anruf bei deren kostenpflichtiger Internethotline, bei der ein Anruf 5,99 € oder so kostet. Die Dame dort -- sie hatte einen auffälligen österreichischen Akzent -- macht einen fähigen Eindruck und half mir immerhin so viel weiter, dass ich merkte, dass es an meinem Tower und nicht an Alice lag.
Übrigens: Ein paar Reboots später waren auch der Audiotreiber und alles mögliche Andere nicht mehr ansprechbar. Wie auch immer: Mein Windows XP hatte sich urplötzlich innerhalb weniger Neustarts gnadenlos zerfickt. Neuinstallation stand an.
Aber davon ließ ich mich nicht beirren und probiert den selben Spaß mit meinem Laptop, der zwar eine Verbindung zum Internet bekam, mit der ich allerdings unabhängig von der URL, die ich eingab, immer nur bei der Alice-Lounge landete, wo man mich bat, einen E-Mail-Account anzulegen. Das tat ich dann, einfach weil die das so wollten, in der Hoffnung, danach würde dann mein Zugang komplett freigeschaltet. Leider vergeblich.
Da ich keine Lust hatte, schon wieder 5,99 € für eine Hotline auf den Tisch zu legen, nur weil Alice mit dem Anschluss nicht klar kommt, rief ich wieder die normale Hotline an. Dort half mir ein Mitarbeiter, der mir sofort durch seinen stark türkisch geprägten Akzent auffiel, erstaunlich
schnell weiter, indem er irgendwas freischaltete. Von da an ging's problemlos.
Ich fragte im Telefonat noch, wessen Fehler das Symptom, dessentwegen ich anrief, gewesen sei, und -- die Lunte blitzschnell riechend -- er sagte: "Also wenn Sie darauf hinauswollen, dass Sie vorher wegen eines Fehlers bei uns die kostenpflichtige Hotline anrufen mussten, so einfach ist das nicht."
Na gut, dann soll Alice halt 5,99 € haben für den einen Anruf.
Zu der Frage, wann denn Techniker kommen sollte oder ob der jetzt, wo ich schon über die Leitung mit Alice sprach, überhaupt noch nötig sei, wollte man mir keine Angaben machen. "Es kann sein, dass der noch die Leitungsstärke messen muss."
Jedenfalls hatte ich keine Lust, bis 16:00 Uhr zu warten, und fuhr kurz nach 12:00 Uhr ins Büro. Es war abends auch kein Zettel im Briefkasten oder sonstwo, dass jemand vergeblich versucht hätte, mich anzutreffen.
Leitungsstärke messen, nee is klar.
Wieder Internetzugang zu Hause zu haben, ist allerdings ein Segen sondergleichen. Das kann ich gar nicht in Worte fassen.
Übrigens hat mir O2 eine Mahnung wegen der zurückgeholten Routerkosten geschickt. Lustig.
Das war aber auch nicht weiter schlimm, weil ich gegen 11:00 Uhr auch so schon telefonieren konnte. Nur Internet klappte nicht. Genauer gesagt: Mein Tower bekam keine Internetverbindung, was sich im Verlauf des Tages als Protokollfehler herausstellte. Wo TCP/IP vorher noch problemlos funktioniert hatte, schien das Protokoll plötzlich schlicht kaputt zu sein. Das fand ich allerdings auch nicht über Alices "normale" (lies: kostenlos) Hotline heraus, sondern erst durch einen Anruf bei deren kostenpflichtiger Internethotline, bei der ein Anruf 5,99 € oder so kostet. Die Dame dort -- sie hatte einen auffälligen österreichischen Akzent -- macht einen fähigen Eindruck und half mir immerhin so viel weiter, dass ich merkte, dass es an meinem Tower und nicht an Alice lag.
Übrigens: Ein paar Reboots später waren auch der Audiotreiber und alles mögliche Andere nicht mehr ansprechbar. Wie auch immer: Mein Windows XP hatte sich urplötzlich innerhalb weniger Neustarts gnadenlos zerfickt. Neuinstallation stand an.
Aber davon ließ ich mich nicht beirren und probiert den selben Spaß mit meinem Laptop, der zwar eine Verbindung zum Internet bekam, mit der ich allerdings unabhängig von der URL, die ich eingab, immer nur bei der Alice-Lounge landete, wo man mich bat, einen E-Mail-Account anzulegen. Das tat ich dann, einfach weil die das so wollten, in der Hoffnung, danach würde dann mein Zugang komplett freigeschaltet. Leider vergeblich.
Da ich keine Lust hatte, schon wieder 5,99 € für eine Hotline auf den Tisch zu legen, nur weil Alice mit dem Anschluss nicht klar kommt, rief ich wieder die normale Hotline an. Dort half mir ein Mitarbeiter, der mir sofort durch seinen stark türkisch geprägten Akzent auffiel, erstaunlich
schnell weiter, indem er irgendwas freischaltete. Von da an ging's problemlos.
Ich fragte im Telefonat noch, wessen Fehler das Symptom, dessentwegen ich anrief, gewesen sei, und -- die Lunte blitzschnell riechend -- er sagte: "Also wenn Sie darauf hinauswollen, dass Sie vorher wegen eines Fehlers bei uns die kostenpflichtige Hotline anrufen mussten, so einfach ist das nicht."
Na gut, dann soll Alice halt 5,99 € haben für den einen Anruf.
Zu der Frage, wann denn Techniker kommen sollte oder ob der jetzt, wo ich schon über die Leitung mit Alice sprach, überhaupt noch nötig sei, wollte man mir keine Angaben machen. "Es kann sein, dass der noch die Leitungsstärke messen muss."
Jedenfalls hatte ich keine Lust, bis 16:00 Uhr zu warten, und fuhr kurz nach 12:00 Uhr ins Büro. Es war abends auch kein Zettel im Briefkasten oder sonstwo, dass jemand vergeblich versucht hätte, mich anzutreffen.
Leitungsstärke messen, nee is klar.
Wieder Internetzugang zu Hause zu haben, ist allerdings ein Segen sondergleichen. Das kann ich gar nicht in Worte fassen.
Übrigens hat mir O2 eine Mahnung wegen der zurückgeholten Routerkosten geschickt. Lustig.
Donnerstag, April 26, 2007
O2 und Alice: Update
Mein Blog entwickelt sich zu einer reinen Meckerwiese zum Thema "Geisterbahn Providerwechsel", aber was bleibt einem, wenn sonst nichts mehr zum Lachen ist.
Update zu O2:
Man ist jetzt dazu übergegangen, mir Router und DSL-Gebühren in Rechnung zu stellen. Dass der Router nie geliefert und DSL nie freigeschaltet wurde, muss denen durchgegangen sein.
Ich telefoniere nicht mehr mit denen, habe statt dessen einen Brief geschrieben, den ganzen langen Sachverhalt noch einmal geschildert und angekündigt, dass ich den Einzug widerrufen werde. Das habe ich danach getan.
Eine Besonderheit kündigt mir schon jetzt dunkel an, dass ich in absehbarer Zeit meinen Handyprovider wechseln muss: O2 hält es für eine gute Idee, Mobilfunk- und DSL-Gebühren in einer Rechnung zusammen zu fassen. Das hat zur Folge, dass ich dem Einzug der Gesamtsumme, die einen berechtigten und einen unberechtigten Teil hat, im Ganzen widersprechen und dann den berechtigten Teil manuell überweisen muss.
Wenn O2 unterwegs ist wie Arcor, habe ich bald Schreiben von Inkassounternehmen im Briefkasten, obwohl ich mir nicht das Geringste habe zu Schulden kommen lassen.
Und das alles nur, weil O2 zu steif ist und dort offenbar die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Wie sehr es nach hinten losgehen kann, mit dem DSL-Anschluss zu einem Anbieter zu gehen, bei dem man schon einen Vertrag hat, der aber die Sachverhalte vermischt.
Update zu Alice:
Im letzten Telefonat mit Alice hatte mir Frau Hunsicker noch mitgeteilt, man werde den Router an meine Adresse nach Düsseldorf schicken, worauf ich deutlich protestierte und sagte, man solle es ins Büro nach Essen schicken, weil ich sonst extra zur Post latschen muss. Sie hätte die Lieferadresse für den Router "im System geändert", sagte sie, man werde ihn also nach Essen schicken. Ich habe dreimal nachgefragt, um ganz sicher zu sein, dass nicht wieder irgendein Quatsch passieren würde.
Und doch geschah das nach deren "System" Unmögliche: Gestern lag ein Paket von Alice für mich im Hausflur. In Düsseldorf. Es war der Router. Deren "System" ist verbesserungswürdig. Zu allem Überfluss war es aber auch kein WLAN-Router, wie ich es ursprünglich angegeben hatte.
Ich kann mir schon denken, was da passiert ist. Ich hatte "WLAN-Router" bei meinem ersten Auftrag bei Alice eingegeben, als ich noch nicht wusste, dass die Rufnummerportierung bis Mitte Juni dauern würde. Als das dann im Telefonat mit Alice klar wurde und ich mich entschied, doch eine neue Rufnummer zu nehmen und statt dessen den ganzen Kladderadatsch zu beschleunigen, erstellte die Alice-Mitarbeiterin einen neuen Auftrag, und was "neue Auftragsnummer" bedeutet, weiß ich mittlerweile.
"Neu" heißt in diesem Fall vor allem: "neu und falsch". Bei solchen Aktionen fallen abweichende Lieferadressen und Angaben wie "bitte WLAN-Router" schon mal hinten runter. Ich hätte den neuen Auftrag selbst machen sollen, aber woher sollte ich wissen, dass ich mit deren Routine besser umgehen kann als deren eigene Mitarbeiter?
Aber ich bin ja schon froh, dass jetzt am kommenden Mittwoch, dem 02. Mai nun endlich mein neuer Internetanschluss kommen wird. Ich kann mir schon gar nicht mehr richtig vorstellen, wie Vereinsarbeit mit Internetanschluss gehen soll, werde richtig vermissen, auf wichtige Informationen in E-Mails nicht zugreifen zu können und Dateien und benötigte Programme auf USB-Sticks durch die Gegend zu tragen, nur um für einen Arbeitsschrit dreimal so lang und fünf Anläufe zu brauchen.
Update zu O2:
Man ist jetzt dazu übergegangen, mir Router und DSL-Gebühren in Rechnung zu stellen. Dass der Router nie geliefert und DSL nie freigeschaltet wurde, muss denen durchgegangen sein.
Ich telefoniere nicht mehr mit denen, habe statt dessen einen Brief geschrieben, den ganzen langen Sachverhalt noch einmal geschildert und angekündigt, dass ich den Einzug widerrufen werde. Das habe ich danach getan.
Eine Besonderheit kündigt mir schon jetzt dunkel an, dass ich in absehbarer Zeit meinen Handyprovider wechseln muss: O2 hält es für eine gute Idee, Mobilfunk- und DSL-Gebühren in einer Rechnung zusammen zu fassen. Das hat zur Folge, dass ich dem Einzug der Gesamtsumme, die einen berechtigten und einen unberechtigten Teil hat, im Ganzen widersprechen und dann den berechtigten Teil manuell überweisen muss.
Wenn O2 unterwegs ist wie Arcor, habe ich bald Schreiben von Inkassounternehmen im Briefkasten, obwohl ich mir nicht das Geringste habe zu Schulden kommen lassen.
Und das alles nur, weil O2 zu steif ist und dort offenbar die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Wie sehr es nach hinten losgehen kann, mit dem DSL-Anschluss zu einem Anbieter zu gehen, bei dem man schon einen Vertrag hat, der aber die Sachverhalte vermischt.
Update zu Alice:
Im letzten Telefonat mit Alice hatte mir Frau Hunsicker noch mitgeteilt, man werde den Router an meine Adresse nach Düsseldorf schicken, worauf ich deutlich protestierte und sagte, man solle es ins Büro nach Essen schicken, weil ich sonst extra zur Post latschen muss. Sie hätte die Lieferadresse für den Router "im System geändert", sagte sie, man werde ihn also nach Essen schicken. Ich habe dreimal nachgefragt, um ganz sicher zu sein, dass nicht wieder irgendein Quatsch passieren würde.
Und doch geschah das nach deren "System" Unmögliche: Gestern lag ein Paket von Alice für mich im Hausflur. In Düsseldorf. Es war der Router. Deren "System" ist verbesserungswürdig. Zu allem Überfluss war es aber auch kein WLAN-Router, wie ich es ursprünglich angegeben hatte.
Ich kann mir schon denken, was da passiert ist. Ich hatte "WLAN-Router" bei meinem ersten Auftrag bei Alice eingegeben, als ich noch nicht wusste, dass die Rufnummerportierung bis Mitte Juni dauern würde. Als das dann im Telefonat mit Alice klar wurde und ich mich entschied, doch eine neue Rufnummer zu nehmen und statt dessen den ganzen Kladderadatsch zu beschleunigen, erstellte die Alice-Mitarbeiterin einen neuen Auftrag, und was "neue Auftragsnummer" bedeutet, weiß ich mittlerweile.
"Neu" heißt in diesem Fall vor allem: "neu und falsch". Bei solchen Aktionen fallen abweichende Lieferadressen und Angaben wie "bitte WLAN-Router" schon mal hinten runter. Ich hätte den neuen Auftrag selbst machen sollen, aber woher sollte ich wissen, dass ich mit deren Routine besser umgehen kann als deren eigene Mitarbeiter?
Aber ich bin ja schon froh, dass jetzt am kommenden Mittwoch, dem 02. Mai nun endlich mein neuer Internetanschluss kommen wird. Ich kann mir schon gar nicht mehr richtig vorstellen, wie Vereinsarbeit mit Internetanschluss gehen soll, werde richtig vermissen, auf wichtige Informationen in E-Mails nicht zugreifen zu können und Dateien und benötigte Programme auf USB-Sticks durch die Gegend zu tragen, nur um für einen Arbeitsschrit dreimal so lang und fünf Anläufe zu brauchen.
Freitag, April 20, 2007
Alice: Endlich auch hier drei Auftragsnummern
Ich kann kaum zusammenhängend schreiben, weil meine Finger vor Wurt zittern. Gerade, nach all der Scheiße, die sich O2 und Alice bislang geleistet haben, bekomme ich eine E-Mail von Alice:
"[bla]
herzlich willkommen bei Alice. Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Produkt entschieden haben.
Die Anschaltung Ihres Anschlusses wird Ende Mai erfolgen. Den genauen Termin teilen wir Ihnen eine Woche vorher in der Auftragsbestätigung mit."
Dazu eine neue Auftragsnummer.
Damit habe ich auch bei Alice jetzt schon drei Auftragsnummern. Bei Alice ist -- wie bei O2 -- offensichtlich die "Auftrag bearbeiten"-Taste kaputt.
Also angerufen.
Frau Hunsicker sagt: "Ich prüfe das mal für sie ab, ja? Ich bin gleich wieder für Sie da." Ein bekannter Satz. Aber bei Alice ist man sehr freundlich, auch wenn am Ende natürlich nichts dabei herauskommt.
Meine Finger haben zu zittern aufgehört. Sie sind jetzt kalt, und ich müsste, während Frau Hunsicker "abprüft", dringend auf die Toilette. Groß.
Warum man mir eine neue Auftragsnummer mit neuer Telefonnummer gegeben hat, weiß sie auch nicht, sagt das aber auch nicht offen. Es ist halt so. Aufschaltdatum ist der 02.05.; der Techniker wird zwischen 8:00 und 12:00 Uhr vorbeikommen. Die Hardwareversandadresse hatte man bei der Neuerstellung des Auftrages auch wieder falsch eingegeben, aber das habe ich rechtzeitig bemerkt. Ich wäre erfreut, man käme mir nach dem ganzen Gehampel bei den Gebühren in den ersten Monaten entgegen, sagte ich. "Wenn Sie Ihre erste Rechnung von uns bekommen, melden Sie sich bitte noch einmal bei uns."
Zwischendurch habe ich gekackt und fühle mich besser. Zugang wieder ab 02.05.. Nicht schlecht, wo ich mich ja erst Ende Dezember (2006) darum gekümmert habe.
Die Telekom braucht für die Bearbeitung von Leitungsbestellungen von Anbietern normalerweise zwei bis drei Wochen. Unglaublich.
"[bla]
herzlich willkommen bei Alice. Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Produkt entschieden haben.
Die Anschaltung Ihres Anschlusses wird Ende Mai erfolgen. Den genauen Termin teilen wir Ihnen eine Woche vorher in der Auftragsbestätigung mit."
Dazu eine neue Auftragsnummer.
Damit habe ich auch bei Alice jetzt schon drei Auftragsnummern. Bei Alice ist -- wie bei O2 -- offensichtlich die "Auftrag bearbeiten"-Taste kaputt.
Also angerufen.
Frau Hunsicker sagt: "Ich prüfe das mal für sie ab, ja? Ich bin gleich wieder für Sie da." Ein bekannter Satz. Aber bei Alice ist man sehr freundlich, auch wenn am Ende natürlich nichts dabei herauskommt.
Meine Finger haben zu zittern aufgehört. Sie sind jetzt kalt, und ich müsste, während Frau Hunsicker "abprüft", dringend auf die Toilette. Groß.
Warum man mir eine neue Auftragsnummer mit neuer Telefonnummer gegeben hat, weiß sie auch nicht, sagt das aber auch nicht offen. Es ist halt so. Aufschaltdatum ist der 02.05.; der Techniker wird zwischen 8:00 und 12:00 Uhr vorbeikommen. Die Hardwareversandadresse hatte man bei der Neuerstellung des Auftrages auch wieder falsch eingegeben, aber das habe ich rechtzeitig bemerkt. Ich wäre erfreut, man käme mir nach dem ganzen Gehampel bei den Gebühren in den ersten Monaten entgegen, sagte ich. "Wenn Sie Ihre erste Rechnung von uns bekommen, melden Sie sich bitte noch einmal bei uns."
Zwischendurch habe ich gekackt und fühle mich besser. Zugang wieder ab 02.05.. Nicht schlecht, wo ich mich ja erst Ende Dezember (2006) darum gekümmert habe.
Die Telekom braucht für die Bearbeitung von Leitungsbestellungen von Anbietern normalerweise zwei bis drei Wochen. Unglaublich.
Donnerstag, April 19, 2007
Kurznacht von "Alice-Team"
eingegangen am 19.04.2007 um 10:06 Uhr:
"Willkommen bei Alice. Vielen Dank für Ihren Auftrag. Alle Details zur Anschaltung Ihres Anschlusses erhalten Sie in Kürze. Ihr Alice-Team"
Ich muss im Himmel sein (wenn man von der Erkältung absieht, die jetzt auch die Bronchien ergriffen hat). Aber es ist schon komisch und vor allem furchtbar unberechenbar, wie lang die Telekom braucht, um die nötigen Informationen herauszurücken.
"Willkommen bei Alice. Vielen Dank für Ihren Auftrag. Alle Details zur Anschaltung Ihres Anschlusses erhalten Sie in Kürze. Ihr Alice-Team"
Ich muss im Himmel sein (wenn man von der Erkältung absieht, die jetzt auch die Bronchien ergriffen hat). Aber es ist schon komisch und vor allem furchtbar unberechenbar, wie lang die Telekom braucht, um die nötigen Informationen herauszurücken.
Mittwoch, April 18, 2007
"Wir warten derzeit auf das Formular zur Rufnummerportierung."
Mit Alice ließ sich das so gut an, damals, am dritten April.
Es hat sich alles -- auch wegen meines eigenen Verschuldens -- in die Länge gezogen, aber jetzt, etwa eine Woche, nachdem ich denen die Bestätigung des Auftrages zugefaxt hatte, habe ich bei Alice mal angerufen, um den aktuellen Stand des DSL-Auftrages zu erfragen. Meine Kundenbetreuerin Frau Schlicht sagte mir dazu: "Sie waren ja bei Arcor." -- "Ämm, wie kommen Sie darauf?" -- "Ja wir warten derzeit auf das Formular für die Rufnummerportierung."
Da bin ich ausgeflippt: "Verdammte Scheiße! Jetzt geht das bei Ihnen auch los!"
Sie sofort: "Herr Stiegler, ich sehe mir die Daten noch mal in Ruhe an. Einen Augenblick bitte."
[Warteschleife]
Da tat es mir leid, und ich entschuldigte ich mich später für meinen Ton und sagte ihr, dass ich nicht weiter wüsste und schlicht am Ende wäre, weil seit Jahreswechsel immer wieder die selbe Geschichte abliefe. Sie müsste noch mal in "einer anderen Abteilung" nachfragen.
[Warteschleife]
Sie ließ diesen unsäglichen ersten Portierungsauftrag, den ich bei Alice zuerst gestellt hatte, dann aber hatte stornieren lassen, nun endlich "richtig" löschen. Das Wort "Portierung" sollte ich bei Alice also hoffentlich das letzte Mal gehört haben.
Man wartete, sagte sie mir dann, auf irgendeine Bestätigung oder Information von der Telekom, vermutlich zu dem physikalischen Anschluss bzw. der Leitung bei mir im Haus, würde mir aber sofort per SMS Bescheid geben, wenn man die Information hätte.
Auf Nachfrage: Es wird noch etwa zwei Wochen dauern, bis ich DSL bei Alice nutzen kann. Also locker vier Wochen zusammen.
Was für ein unsäglicher Aufwand und was für eine zum Himmel schreiende Zähheit ist das, bloß den Internetanbieter zu wechseln!
Aber ich bin Arcor los, und darum ging's ja von Anfang an.
Es hat sich alles -- auch wegen meines eigenen Verschuldens -- in die Länge gezogen, aber jetzt, etwa eine Woche, nachdem ich denen die Bestätigung des Auftrages zugefaxt hatte, habe ich bei Alice mal angerufen, um den aktuellen Stand des DSL-Auftrages zu erfragen. Meine Kundenbetreuerin Frau Schlicht sagte mir dazu: "Sie waren ja bei Arcor." -- "Ämm, wie kommen Sie darauf?" -- "Ja wir warten derzeit auf das Formular für die Rufnummerportierung."
Da bin ich ausgeflippt: "Verdammte Scheiße! Jetzt geht das bei Ihnen auch los!"
Sie sofort: "Herr Stiegler, ich sehe mir die Daten noch mal in Ruhe an. Einen Augenblick bitte."
[Warteschleife]
Da tat es mir leid, und ich entschuldigte ich mich später für meinen Ton und sagte ihr, dass ich nicht weiter wüsste und schlicht am Ende wäre, weil seit Jahreswechsel immer wieder die selbe Geschichte abliefe. Sie müsste noch mal in "einer anderen Abteilung" nachfragen.
[Warteschleife]
Sie ließ diesen unsäglichen ersten Portierungsauftrag, den ich bei Alice zuerst gestellt hatte, dann aber hatte stornieren lassen, nun endlich "richtig" löschen. Das Wort "Portierung" sollte ich bei Alice also hoffentlich das letzte Mal gehört haben.
Man wartete, sagte sie mir dann, auf irgendeine Bestätigung oder Information von der Telekom, vermutlich zu dem physikalischen Anschluss bzw. der Leitung bei mir im Haus, würde mir aber sofort per SMS Bescheid geben, wenn man die Information hätte.
Auf Nachfrage: Es wird noch etwa zwei Wochen dauern, bis ich DSL bei Alice nutzen kann. Also locker vier Wochen zusammen.
Was für ein unsäglicher Aufwand und was für eine zum Himmel schreiende Zähheit ist das, bloß den Internetanbieter zu wechseln!
Aber ich bin Arcor los, und darum ging's ja von Anfang an.
Montag, April 02, 2007
O2 DSL storniert; jetzt Alice
Gerade habe ich in der leidigen O2-Angelegenheit mal wieder mit der DSL Care-Abteilung telefoniert. Frau Kübler (oder Küppler) teilte mir mit, man warte auf die Zusendung eines Rufnummernportierungsformulars. Man hatte mein Fax vom Freitag noch gar nicht zur Kenntnis genommen. Interessant.
Also Fax an O2:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem ich gerade in einem Telefonat mit Ihrer DSL Care-Abteilung erfahren habe, dass man mein Fax vom vergangenen Freitag nicht einmal zur Kenntnis genommen hatte, storniere ich hiermit den oben genannten DSL-Auftrag, für den Sie bislang drei Auftragsnummern vergeben haben, und bedauere, dass wir für Telefon und DSL nicht zusammen kommen, obwohl Sie sich so viel Mühe gegeben haben.
Mit freundlichen Grüßen"
Ich hab jetzt Telefon und DSL bei Alice beantragt. Da die Rufnummerportierung von O2 zu Alice bis etwa Mitte Juni (aber schon noch 2007) gedauert hätte, habe ich mich entschlossen, schlicht eine neue Rufnummer zu nehmen. Bei Alice werde ich dann einen analogen Telefonanschluss (VoIP) haben, keinen ISDN-Anschluss mehr, den ich sowieso nicht gebraucht habe. Das beseitigt auch ganz automatisch das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich einstellen soll, dass Leute, die anrufen, während ich bereits telefoniere, schlicht ein Besetztzeichen bekommen. Es mag für den einen oder andere eigenartig klingen, aber ich habe das auch nach Studium der Bedienungsanleitung meiner Arcor-Anlage nicht hinbekommen.
Nachtrag 05.04.2007, 08:34 Uhr
O2 hatte dann am 03.04. doch noch tatsächlich auf Bemühen von Frau Schulze hin den Router zustellen wollen. Da hatte ich mich allerdings schon entschlossen, die ganze Sause dann abzublasen und zu Alice zu gehen. Da kostet mich der ganze Spaß auch trotz des "Sie sind schon O2-Genion-Kunde; deswegen kriegen Sie das Paket fünf Euro günstiger"-Rabattes von O2 noch einmal etwa fünf Euro weniger im Monat. Außerdem hat Paul gesagt, dass ich zu Alice gehen sollte; von denen hätte er noch nichts Negatives gehört.
Und wenn Paul das sagt, kann man sich darauf verlassen. Von Paul kamen immerhin schon die geilen Tipps für die PSP, mein SonyEricsson-Handy und sowieso ungefähr alles, das ich im Bereich Computer geil finde und mir nicht schon von Muh empfohlen wurde.
Zusammenfassend kann man sagen: Muh und Pulsar (so heißt Paul in Wirklichkeit) sind die geilsten Menschen von der Welt. Drauf. Kein Wunder, dass sie jetzt zusammen einen sehr schönen Weg gefunden haben, Renoise mit seinem neuen offenen Dateiformat für Muhs Intros nutzbar zu machen. Da schlägt mein Musikerherz.
Aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll.
Also Fax an O2:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem ich gerade in einem Telefonat mit Ihrer DSL Care-Abteilung erfahren habe, dass man mein Fax vom vergangenen Freitag nicht einmal zur Kenntnis genommen hatte, storniere ich hiermit den oben genannten DSL-Auftrag, für den Sie bislang drei Auftragsnummern vergeben haben, und bedauere, dass wir für Telefon und DSL nicht zusammen kommen, obwohl Sie sich so viel Mühe gegeben haben.
Mit freundlichen Grüßen"
Ich hab jetzt Telefon und DSL bei Alice beantragt. Da die Rufnummerportierung von O2 zu Alice bis etwa Mitte Juni (aber schon noch 2007) gedauert hätte, habe ich mich entschlossen, schlicht eine neue Rufnummer zu nehmen. Bei Alice werde ich dann einen analogen Telefonanschluss (VoIP) haben, keinen ISDN-Anschluss mehr, den ich sowieso nicht gebraucht habe. Das beseitigt auch ganz automatisch das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich einstellen soll, dass Leute, die anrufen, während ich bereits telefoniere, schlicht ein Besetztzeichen bekommen. Es mag für den einen oder andere eigenartig klingen, aber ich habe das auch nach Studium der Bedienungsanleitung meiner Arcor-Anlage nicht hinbekommen.
Nachtrag 05.04.2007, 08:34 Uhr
O2 hatte dann am 03.04. doch noch tatsächlich auf Bemühen von Frau Schulze hin den Router zustellen wollen. Da hatte ich mich allerdings schon entschlossen, die ganze Sause dann abzublasen und zu Alice zu gehen. Da kostet mich der ganze Spaß auch trotz des "Sie sind schon O2-Genion-Kunde; deswegen kriegen Sie das Paket fünf Euro günstiger"-Rabattes von O2 noch einmal etwa fünf Euro weniger im Monat. Außerdem hat Paul gesagt, dass ich zu Alice gehen sollte; von denen hätte er noch nichts Negatives gehört.
Und wenn Paul das sagt, kann man sich darauf verlassen. Von Paul kamen immerhin schon die geilen Tipps für die PSP, mein SonyEricsson-Handy und sowieso ungefähr alles, das ich im Bereich Computer geil finde und mir nicht schon von Muh empfohlen wurde.
Zusammenfassend kann man sagen: Muh und Pulsar (so heißt Paul in Wirklichkeit) sind die geilsten Menschen von der Welt. Drauf. Kein Wunder, dass sie jetzt zusammen einen sehr schönen Weg gefunden haben, Renoise mit seinem neuen offenen Dateiformat für Muhs Intros nutzbar zu machen. Da schlägt mein Musikerherz.
Aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll.
Freitag, März 30, 2007
Jetzt geht die Arcor-Scheiße mit O2 weiter
Einer asiatischen Weisheit zu Folge gilt:
"Stell dir einen Berg vor. Alle tausend Jahre fliegt ein Adler darüber, und jedes tausendste Mal verliert er eine Feder. Wenn der Berg komplett mit Federn bedeckt ist, ist eine Ewigkeit vergangen."
So lang habe ich mich mit Arcor herumgeschlagen. Gefühlsmäßig jedenfalls. Was hatte ich für Ärger mit diesem Unternehmen, das Krebse und Skorpione über seinen nackten Körper laufen lassen müsste!
Der Telefonservice -- als ich zu Arcor gekommen war, übrigens damals neuerdings kostenpflichtig, und die Jungs haben sich richtig bedient -- sagte einem ja allerlei Dinge zu, die man dann auf dem Schriftweg als ahnungsloser Verbraucher von einem dortigen Entscheidungsträger um die Ohren gehauen bekam.
Begonnen hatte die ganze Tirade von Falschinformationen und unmöglichem Kundenservice (für mich) irgendwann Anfang 2004, als klar wurde, dass ich im August des selben Jahres für vier Monate nach Kanada gehen würde. Ich rief bei Arcor an -- denn wofür ist Arcor ein Telekommunikationsunternehmen? -- und fragte, ob die Stilllegung unter Gebührenbefreiung für diese vier Monate möglich sei. Antwort: "Ja, das geht. Das müssen Sie nur schriftlich noch einreichen." Also tat ich das.
Nach über einem Monat kam Arcors Antwort: "Nix da."
Ich schrieb zurück: "Aber Ihr Telefonkundenservice hat's mir zugesagt! Prüfen Sie das noch einmal."
Antwort von Arcor: "Nix da. Wir werden aber Konsequenzen ziehen."
Kann sein, dass die das getan haben. Mir gegenüber jedenfalls nicht.
Ich kam im Dezember 2004 aus Kanada zurück und zog zum Ende Januar 2005 aus meiner Bielefelder Wohnung aus, hatte natürlich den Arcor-Anschluss gekündigt und bis dahin immer meine Rechnungen bezahlt. Da der Umzug recht schnell ging, hatte ich Arcor gesagt, wo sie mich erreichen könnten, und meine Mobilnummer hatte der Schweinestall auch. Meine Nachmieterin hatte zugesagt, mir Post bei Bedarf nachzuschicken. Einen Nachsendeauftrag hatte ich wegen der ganzen Werberotze, die mir zu der Zeit zuging, nicht gestellt.
Irgendwann bekam ich an meine dann schon Düsseldorfer Adresse -- schon etwa ein Jahr später -- ein Schreiben von einer Inkassobude über irgendwelche Gebühren noch aus Bielefelder Zeiten plus Mahngebühren bla. Rechnungen hatte ich nicht bekommen und würde auch keine Verzugszinsen oder ähnlichen Mumpitz bezahlen. Meine Nachmieterin teilte mir per SMS mit, sie habe keine Rechnungen für mich bekommen.
Die Telefoniererei hatte ich satt, sodass ich kommentarlos den Hauptrechnungsbetrag überwies, die ganzen Zusatzkosten, die sich Arcor irgendwann im Traum zusammengerechnet haben musste, aber natürlich nicht. Es kam daraufhin ein Schreiben der Drückerbude, ich sollte doch noch den Rest bezahlen, aber das tat ich natürlich nicht. Das ist jetzt etwa ein Jahr her. Ich habe von denen seitdem nichts mehr gehört.
So viel zu dem Bielefelder Vertrag.
Als ich nach Düsseldorf gezogen war, brauchte ich wieder einen Telefonanschluss, und T-Com hatte mir schon viel zu lang auf der Nase herum getanzt. Arcor machte zu der Zeit ein gutes Angebot, und die große DSL-gibt's-ja-überall-Welle hatte Mitte 2005 noch nicht begonnen.
Ich nahm einen Telefon- und DSL-Anschluss, irgendwelcher Standardkram mit mehr Upstream. Und natürlich Internet-, aber keine Telefonflatrate. Das ging einigermaßen flott von der Bühne in diesem Glaskasten an der Kö.
Zwei Tage später dachte ich: "Och, ich bin ja arbeitslos; da könnte eine Telefonflatrate ja ganz gelegen kommen." Also rief ich bei Arcor an und fragte, ob man die Telefonflatrate zu den aktuellen Konditionen noch draufpacken könnte. Antwort: "Ja, das geht. Machen wir."
Aus vergangengen Fehlern hätte ich lernen sollen. Aber wie das eben so ist, wäre dann die Geschichte nicht so lang und dann wäre ich nicht zu Arcor gegangen, sondern hätte vermutlich irgendeinem der Führungsmenschen einen Besuch abgestattet und ihm nach Strich und Faden seinen Stricherarsch vertrimmt. Ohne Geld dafür zu zahlen.
Ich entschloss mich also dazu, nicht aus meinen Fehlern zu lernen, und achtete nicht darauf, ob tatsächlich die Flatrate dazugeschaltet wurde. Wurde sie natürlich auch nicht, aber im Glauben daran, dass Arcor tut, was versprochen wurde, telefonierte ich munter drauf los.
Im darauf folgenden Monat sah ich dann, dass keine Flatrate berechnet worden war, und rief erneut an, schilderte den Sachverhalt und forderte die Pisser auf, nun endlich diese Scheißflatrate dazu zu packen. Antwort, wie immer: "Ja, machen wir jetzt."
Monatelang passierte nichts, und auch hier kontrollierte ich wieder nicht. Die Flatrate jetzt nicht dazu zu schalten, war so unverschämt, dass ich nicht im Traum auf die Idee kam, man hätte es immer noch nicht machen können.
Ich glaube, es war im Dezember, als ich endlich lernte und die Flatrate schriftlich beantragte (das Wort "Antrag" finde ich mit seinem Beigeschmack von Behördenleben äußerst passend).
Daraufhin geschah dann endlich, was schon ein halbes Jahr überfällig gewesen war. Dass ich zu der Zeit schon lang nicht mehr arbeitslos und entsprechend wenig zu Hause und deshalb die Flatrate für mich ein totales Verlustgeschäft war, erwähne ich der Vollständigkeit halber, um mein Gefühl für diesen Anbieter zu verdeutlichen.
In Anlehnung an ein Lied der Fantastischen Vier kann ich sagen:
"Doch die Dinge ändern sich; das Volk tut sich träge bewegen.
Plötzlich gibt es DSL, als hätt' es nie was anderes gegeben."
2006 öffneten sich die Grenzen für DSL-Anbieter, und jede dahergelaufene Imbissbude bot nun auch DSL an. Wie die Mobilfunkunternehmen das tun, ist mir nach wie vor nicht so ganz klar, aber da O2, bei denen ich meinen Handyvertrag laufen habe und mit denen ich bislang sehr zufrieden war, nun auch DSL anbot, wollte ich die Gelegenheit nutzen, die Maul- und Klauenseuche Arcor ein für alle Mal los zu werden.
So wollte ich meinen (Düsseldorfer) Vertrag im Dezember 2006 endlich kündigen. Da ich in meinen gesamten Arcor-Unterlagen nichts zur Kündigungsfrist finden konnte, rief ich deren Ermittlung beim Kundenservice an. Dort hatte ich jemanden am Telefon, der ganz offensichtlich Schwierigkeiten mit Deutsch hatte. Dass ich mich bei einem Telekommunikationsunternehmen mittlerweile sogar mit "nisch", "disch" und "weißu" abfinden muss, ist aber verhältnismäßig erträglich, wenn man bedenkt, dass dieser junge Mann nicht einmal eine (falsch berechnete, wie ich später herausfand) einmonatige Kündigungsfrist richtig berechnen konnte.
"Ja also schicken Si di Kündigung uns zu; dann habben wir die noch dises Ja. Dann ist die Kündigung zu Ende Dezember." - "Ähm, es ist jetzt der 27. Dezember. Wenn ich Ihnen die Kündigung jetzt schicke, haben Sie sie vielleicht noch dieses Jahr, aber wo bleibt denn dann die einmonatige Kündigungsfrist?" - "Asoja nä dann is di zum Ende Jannua."
Aber die ganz explizit dort erfragte Kündigungsfrist von angeblich einem Monat war auch noch falsch. In gewohnter Arcor-Manier hatte ich daraufhin die Kündigung (unter Angabe des ermittelten einen Monats) an den Saftladen geschickt und um Bestätigung des Kündigungszeitpunktes gebeten. Zwei Wochen später hatte ich eine Bestätigung im Briefkasten.
Aber zum Ende März, also mit drei Monaten.
"Na komm, egal," dachte ich mir, "dann sag ich den O2-Jungs halt, dass sie den Anschluss zum 1. April freischalten sollen. Wegen der Rufnummerportierung müssen die sich eh mit Arcor herumschlagen." Von O2-Seite auch angeblich kein Problem. Dort war man sehr freundlich am Telefon. Das war mir unheimlich, fühlte sich aber auf eine subtile Weise warm im Bauch an. Ich hatte mich verliebt.
Ich sagte O2, obwohl die das von Arcor sicherlich auch mitgeteilt bekommen hatten, dass Arcor mich erst zum Ende März aus dem Vertrag ließe, und man sagte mir (beim Telefonkundendienst), das sei kein Problem.
Sie bemerken an meinem letzten Klammervermerk, wie es weitergehen muss, ja?
Wir ließen diese O2-DSL-Freischaltungsnummer also Anfang Januar bis Mitte März liegen, und ich unternahm nichts.
Am 22. März hatte ich von O2 noch nichts gehört und keinen Router bekommen, den man zur Nutzung von DSL und zur Telefonie dringend braucht. So rief ich an, um nachzufragen, wie der Status ist. Meine Bereitschaft, mich an samtenen Worten von Telefonkundendiensten zu erfreuen, war grenzenlos.
Aussage dort: "Ach, Sie haben noch keine Hardware bekommen?" Mit etwas Derartigem hatte ich gerechnet, aber ja vorausgeplant und deshalb etwa zehn Tage vor Ende meines Arcor-Vertrages angerufen. "Wir schicken Ihnen jetzt umgehend die Hardware an Ihre Kanzlei, und der Brief mit dem voraussichtlichen Freischaltungstermin, zu dem dann auch ein Techniker zu Ihnen nach Hause kommt, geht an Ihre Privatadresse."
Noch mal gut gegangen.
Der weiche warme Klang der Damen Mireille, Vandenwipfel und des Herrn Brockschrat waren Elfengesang in meinen Ohren. Wofür schriftlich wiederholen, was diese zuckersüßen Stimmchen mir schworen?
Allerdings sind natürlich (nur in diesem Fall) alle drei Namen frei erfunden, und ich habe bislang bei O2 auch noch keine deutlich erkennbare Tunte am Telefon gehabt.
Bis zum 28. März hatte ich nichts mehr gehört und rief erneut an (!). Man hatte noch immer nichts herausgeschickt, aber Frau Höhne (oder wie immer sie hieß) versicherte mir, sie würde es jetzt "sofort noch mal weiterleiten", damit die Sachen so schnell wie möglich herausgingen.
Heute Morgen gegen 7:30 Uhr legte Arcor meine Leitung tot. Es ist ja schon -- irgendwie -- Ende März, wenn auch erst der 30..
Von O2 habe ich noch immer nichts bekommen oder gehört.
Wann hat man eigentlich angefangen, überglücklich zu sein, wenn Telekommunikationsunternehmen nur das tun, wozu sie vertraglich verpflichtet sind? Seit wann applaudiert man die Erfüllung der Pflicht, als wäre eine grandiose Kür hingelegt worden? Und freut sich ein jeder Provider auch so sehr über meine Gebührenzahlungen, wenn sie pünktlich kommen, oder hat man sich so sehr daran gewöhnt, dass man sie nicht mehr zu schätzen weiß?
Aber so eine Nummer macht O2 mit mir genau einmal. Das habe ich Frau Höhne auch gesagt, naiv, wie ich bin. Ich hätte das allerdings schreiben müssen; weiß doch jeder.
Update: 13:30 Uhr
Ich habe gerade noch mal beim O2-Kundenservice in der "DSL Care-Abteilung" angerufen. Frau Christiane Lange sagt: "Ja, also es wurde gestern weitergeleitet, dass noch kein Aktivierungsdatum vorliegt. Es ist jetzt wieder in Arbeit." Das ist wundervoll. "Es sind mehrere Fehler aufgetreten. Deshalb gab es da die Verzögerungen." - "Wissen Sie, Frau Lange, ich bin zu Ihnen gekommen, weil ich mit Ihrem Mobilfunkbereich sehr zufrieden war und mit Arcor extrem unzufrieden. Wenn ich jetzt bei Ihnen die selben Sachen mitmache, über die ich mich bei Arcor schon jahrelang maßlos geärgert habe, lassen wir das. Dann gehe ich woanders hin. Kein Internet haben kann ich nicht nur mit Ihnen." Ich könnte den Auftrag jetzt noch stornieren. Wenn ich das allerdings täte und zu einem anderen Anbieter wollte, erfuhr ich auf Nachfrage, könnte ich meine Rufnummern nicht mitnehmen.
Jetzt geht die Arcor-Scheiße mit O2 weiter; ich brech ins Essen.
Update: 14:25 Uhr
Ah, zwei E-Mails vom O2-Kundenservice!
1.) "Guten Tag Herr Stiegler,Ihre Bestellung ist am 30.03.2007 bei uns eingegangen. Sie wird bei uns schnellstmöglich bearbeitet." Mit allerlei Bla dran.
2.) "Informationen zur Übernahme Ihres Festnetzanschlusses und Portierung Ihrer Festnetzrufnummer(n)" Hier soll ich ein Formular zur Rufnummerportierung ausfüllen und denen zufaxen.
Macht Sinn. Aber: Beide E-Mails habe ich schon einmal genau so am 22.12.2006 zwischen 20:28 und 20:29 Uhr und noch einmal am 31.12.2006 um 15:18 Uhr bekommen. Jedes Mal wurde mir eine neue Bearbeitungsnummer für meinen Auftrag gegeben. Mein Auftrag hatte jetzt also schon drei Bearbeitungsnummern.
Das Formular für die Rufnummerportierung haben die O2-Jungs natürlich auch schon zwei- oder dreimal. Ich habe es nämlich schon einmal per Post und später noch einmal per Fax zugeschickt. Als daraufhin die zweite Runde Bestätigungsmails kam, habe ich es, glaube ich, noch einmal zugefaxt.
Aber ich bin ja froh, dass man meine Bestellung erhalten hat. Das ist schön.
Update: 17:55 Uhr
Ich hab den Pennern jetzt mal ein Schreiben gefaxt und klar gemacht, dass die bis kommenden Dienstag, den 02.04. (mal sehen, was sie aus dem zu dem Datum nicht passenden Wochentag machen) Zeit haben, mir Router und Freischaltungsterminbrief zuzuschicken. Für den Fall, dass die das bis dahin nicht auf die Kette bekommen haben, habe ich schon jetzt den Auftrag storniert. Der Brief endet mit:
"Mir steht der Sinn nicht danach, Ihnen auch nur noch ein einziges Rufnummernportierungsformular zu unterschreiben oder zuzufaxen. Sie haben bereits drei; machen Sie etwas daraus.
Es reicht.
"Stell dir einen Berg vor. Alle tausend Jahre fliegt ein Adler darüber, und jedes tausendste Mal verliert er eine Feder. Wenn der Berg komplett mit Federn bedeckt ist, ist eine Ewigkeit vergangen."
So lang habe ich mich mit Arcor herumgeschlagen. Gefühlsmäßig jedenfalls. Was hatte ich für Ärger mit diesem Unternehmen, das Krebse und Skorpione über seinen nackten Körper laufen lassen müsste!
Der Telefonservice -- als ich zu Arcor gekommen war, übrigens damals neuerdings kostenpflichtig, und die Jungs haben sich richtig bedient -- sagte einem ja allerlei Dinge zu, die man dann auf dem Schriftweg als ahnungsloser Verbraucher von einem dortigen Entscheidungsträger um die Ohren gehauen bekam.
Begonnen hatte die ganze Tirade von Falschinformationen und unmöglichem Kundenservice (für mich) irgendwann Anfang 2004, als klar wurde, dass ich im August des selben Jahres für vier Monate nach Kanada gehen würde. Ich rief bei Arcor an -- denn wofür ist Arcor ein Telekommunikationsunternehmen? -- und fragte, ob die Stilllegung unter Gebührenbefreiung für diese vier Monate möglich sei. Antwort: "Ja, das geht. Das müssen Sie nur schriftlich noch einreichen." Also tat ich das.
Nach über einem Monat kam Arcors Antwort: "Nix da."
Ich schrieb zurück: "Aber Ihr Telefonkundenservice hat's mir zugesagt! Prüfen Sie das noch einmal."
Antwort von Arcor: "Nix da. Wir werden aber Konsequenzen ziehen."
Kann sein, dass die das getan haben. Mir gegenüber jedenfalls nicht.
Ich kam im Dezember 2004 aus Kanada zurück und zog zum Ende Januar 2005 aus meiner Bielefelder Wohnung aus, hatte natürlich den Arcor-Anschluss gekündigt und bis dahin immer meine Rechnungen bezahlt. Da der Umzug recht schnell ging, hatte ich Arcor gesagt, wo sie mich erreichen könnten, und meine Mobilnummer hatte der Schweinestall auch. Meine Nachmieterin hatte zugesagt, mir Post bei Bedarf nachzuschicken. Einen Nachsendeauftrag hatte ich wegen der ganzen Werberotze, die mir zu der Zeit zuging, nicht gestellt.
Irgendwann bekam ich an meine dann schon Düsseldorfer Adresse -- schon etwa ein Jahr später -- ein Schreiben von einer Inkassobude über irgendwelche Gebühren noch aus Bielefelder Zeiten plus Mahngebühren bla. Rechnungen hatte ich nicht bekommen und würde auch keine Verzugszinsen oder ähnlichen Mumpitz bezahlen. Meine Nachmieterin teilte mir per SMS mit, sie habe keine Rechnungen für mich bekommen.
Die Telefoniererei hatte ich satt, sodass ich kommentarlos den Hauptrechnungsbetrag überwies, die ganzen Zusatzkosten, die sich Arcor irgendwann im Traum zusammengerechnet haben musste, aber natürlich nicht. Es kam daraufhin ein Schreiben der Drückerbude, ich sollte doch noch den Rest bezahlen, aber das tat ich natürlich nicht. Das ist jetzt etwa ein Jahr her. Ich habe von denen seitdem nichts mehr gehört.
So viel zu dem Bielefelder Vertrag.
Als ich nach Düsseldorf gezogen war, brauchte ich wieder einen Telefonanschluss, und T-Com hatte mir schon viel zu lang auf der Nase herum getanzt. Arcor machte zu der Zeit ein gutes Angebot, und die große DSL-gibt's-ja-überall-Welle hatte Mitte 2005 noch nicht begonnen.
Ich nahm einen Telefon- und DSL-Anschluss, irgendwelcher Standardkram mit mehr Upstream. Und natürlich Internet-, aber keine Telefonflatrate. Das ging einigermaßen flott von der Bühne in diesem Glaskasten an der Kö.
Zwei Tage später dachte ich: "Och, ich bin ja arbeitslos; da könnte eine Telefonflatrate ja ganz gelegen kommen." Also rief ich bei Arcor an und fragte, ob man die Telefonflatrate zu den aktuellen Konditionen noch draufpacken könnte. Antwort: "Ja, das geht. Machen wir."
Aus vergangengen Fehlern hätte ich lernen sollen. Aber wie das eben so ist, wäre dann die Geschichte nicht so lang und dann wäre ich nicht zu Arcor gegangen, sondern hätte vermutlich irgendeinem der Führungsmenschen einen Besuch abgestattet und ihm nach Strich und Faden seinen Stricherarsch vertrimmt. Ohne Geld dafür zu zahlen.
Ich entschloss mich also dazu, nicht aus meinen Fehlern zu lernen, und achtete nicht darauf, ob tatsächlich die Flatrate dazugeschaltet wurde. Wurde sie natürlich auch nicht, aber im Glauben daran, dass Arcor tut, was versprochen wurde, telefonierte ich munter drauf los.
Im darauf folgenden Monat sah ich dann, dass keine Flatrate berechnet worden war, und rief erneut an, schilderte den Sachverhalt und forderte die Pisser auf, nun endlich diese Scheißflatrate dazu zu packen. Antwort, wie immer: "Ja, machen wir jetzt."
Monatelang passierte nichts, und auch hier kontrollierte ich wieder nicht. Die Flatrate jetzt nicht dazu zu schalten, war so unverschämt, dass ich nicht im Traum auf die Idee kam, man hätte es immer noch nicht machen können.
Ich glaube, es war im Dezember, als ich endlich lernte und die Flatrate schriftlich beantragte (das Wort "Antrag" finde ich mit seinem Beigeschmack von Behördenleben äußerst passend).
Daraufhin geschah dann endlich, was schon ein halbes Jahr überfällig gewesen war. Dass ich zu der Zeit schon lang nicht mehr arbeitslos und entsprechend wenig zu Hause und deshalb die Flatrate für mich ein totales Verlustgeschäft war, erwähne ich der Vollständigkeit halber, um mein Gefühl für diesen Anbieter zu verdeutlichen.
In Anlehnung an ein Lied der Fantastischen Vier kann ich sagen:
"Doch die Dinge ändern sich; das Volk tut sich träge bewegen.
Plötzlich gibt es DSL, als hätt' es nie was anderes gegeben."
2006 öffneten sich die Grenzen für DSL-Anbieter, und jede dahergelaufene Imbissbude bot nun auch DSL an. Wie die Mobilfunkunternehmen das tun, ist mir nach wie vor nicht so ganz klar, aber da O2, bei denen ich meinen Handyvertrag laufen habe und mit denen ich bislang sehr zufrieden war, nun auch DSL anbot, wollte ich die Gelegenheit nutzen, die Maul- und Klauenseuche Arcor ein für alle Mal los zu werden.
So wollte ich meinen (Düsseldorfer) Vertrag im Dezember 2006 endlich kündigen. Da ich in meinen gesamten Arcor-Unterlagen nichts zur Kündigungsfrist finden konnte, rief ich deren Ermittlung beim Kundenservice an. Dort hatte ich jemanden am Telefon, der ganz offensichtlich Schwierigkeiten mit Deutsch hatte. Dass ich mich bei einem Telekommunikationsunternehmen mittlerweile sogar mit "nisch", "disch" und "weißu" abfinden muss, ist aber verhältnismäßig erträglich, wenn man bedenkt, dass dieser junge Mann nicht einmal eine (falsch berechnete, wie ich später herausfand) einmonatige Kündigungsfrist richtig berechnen konnte.
"Ja also schicken Si di Kündigung uns zu; dann habben wir die noch dises Ja. Dann ist die Kündigung zu Ende Dezember." - "Ähm, es ist jetzt der 27. Dezember. Wenn ich Ihnen die Kündigung jetzt schicke, haben Sie sie vielleicht noch dieses Jahr, aber wo bleibt denn dann die einmonatige Kündigungsfrist?" - "Asoja nä dann is di zum Ende Jannua."
Aber die ganz explizit dort erfragte Kündigungsfrist von angeblich einem Monat war auch noch falsch. In gewohnter Arcor-Manier hatte ich daraufhin die Kündigung (unter Angabe des ermittelten einen Monats) an den Saftladen geschickt und um Bestätigung des Kündigungszeitpunktes gebeten. Zwei Wochen später hatte ich eine Bestätigung im Briefkasten.
Aber zum Ende März, also mit drei Monaten.
"Na komm, egal," dachte ich mir, "dann sag ich den O2-Jungs halt, dass sie den Anschluss zum 1. April freischalten sollen. Wegen der Rufnummerportierung müssen die sich eh mit Arcor herumschlagen." Von O2-Seite auch angeblich kein Problem. Dort war man sehr freundlich am Telefon. Das war mir unheimlich, fühlte sich aber auf eine subtile Weise warm im Bauch an. Ich hatte mich verliebt.
Ich sagte O2, obwohl die das von Arcor sicherlich auch mitgeteilt bekommen hatten, dass Arcor mich erst zum Ende März aus dem Vertrag ließe, und man sagte mir (beim Telefonkundendienst), das sei kein Problem.
Sie bemerken an meinem letzten Klammervermerk, wie es weitergehen muss, ja?
Wir ließen diese O2-DSL-Freischaltungsnummer also Anfang Januar bis Mitte März liegen, und ich unternahm nichts.
Am 22. März hatte ich von O2 noch nichts gehört und keinen Router bekommen, den man zur Nutzung von DSL und zur Telefonie dringend braucht. So rief ich an, um nachzufragen, wie der Status ist. Meine Bereitschaft, mich an samtenen Worten von Telefonkundendiensten zu erfreuen, war grenzenlos.
Aussage dort: "Ach, Sie haben noch keine Hardware bekommen?" Mit etwas Derartigem hatte ich gerechnet, aber ja vorausgeplant und deshalb etwa zehn Tage vor Ende meines Arcor-Vertrages angerufen. "Wir schicken Ihnen jetzt umgehend die Hardware an Ihre Kanzlei, und der Brief mit dem voraussichtlichen Freischaltungstermin, zu dem dann auch ein Techniker zu Ihnen nach Hause kommt, geht an Ihre Privatadresse."
Noch mal gut gegangen.
Der weiche warme Klang der Damen Mireille, Vandenwipfel und des Herrn Brockschrat waren Elfengesang in meinen Ohren. Wofür schriftlich wiederholen, was diese zuckersüßen Stimmchen mir schworen?
Allerdings sind natürlich (nur in diesem Fall) alle drei Namen frei erfunden, und ich habe bislang bei O2 auch noch keine deutlich erkennbare Tunte am Telefon gehabt.
Bis zum 28. März hatte ich nichts mehr gehört und rief erneut an (!). Man hatte noch immer nichts herausgeschickt, aber Frau Höhne (oder wie immer sie hieß) versicherte mir, sie würde es jetzt "sofort noch mal weiterleiten", damit die Sachen so schnell wie möglich herausgingen.
Heute Morgen gegen 7:30 Uhr legte Arcor meine Leitung tot. Es ist ja schon -- irgendwie -- Ende März, wenn auch erst der 30..
Von O2 habe ich noch immer nichts bekommen oder gehört.
Wann hat man eigentlich angefangen, überglücklich zu sein, wenn Telekommunikationsunternehmen nur das tun, wozu sie vertraglich verpflichtet sind? Seit wann applaudiert man die Erfüllung der Pflicht, als wäre eine grandiose Kür hingelegt worden? Und freut sich ein jeder Provider auch so sehr über meine Gebührenzahlungen, wenn sie pünktlich kommen, oder hat man sich so sehr daran gewöhnt, dass man sie nicht mehr zu schätzen weiß?
Aber so eine Nummer macht O2 mit mir genau einmal. Das habe ich Frau Höhne auch gesagt, naiv, wie ich bin. Ich hätte das allerdings schreiben müssen; weiß doch jeder.
Update: 13:30 Uhr
Ich habe gerade noch mal beim O2-Kundenservice in der "DSL Care-Abteilung" angerufen. Frau Christiane Lange sagt: "Ja, also es wurde gestern weitergeleitet, dass noch kein Aktivierungsdatum vorliegt. Es ist jetzt wieder in Arbeit." Das ist wundervoll. "Es sind mehrere Fehler aufgetreten. Deshalb gab es da die Verzögerungen." - "Wissen Sie, Frau Lange, ich bin zu Ihnen gekommen, weil ich mit Ihrem Mobilfunkbereich sehr zufrieden war und mit Arcor extrem unzufrieden. Wenn ich jetzt bei Ihnen die selben Sachen mitmache, über die ich mich bei Arcor schon jahrelang maßlos geärgert habe, lassen wir das. Dann gehe ich woanders hin. Kein Internet haben kann ich nicht nur mit Ihnen." Ich könnte den Auftrag jetzt noch stornieren. Wenn ich das allerdings täte und zu einem anderen Anbieter wollte, erfuhr ich auf Nachfrage, könnte ich meine Rufnummern nicht mitnehmen.
Jetzt geht die Arcor-Scheiße mit O2 weiter; ich brech ins Essen.
Update: 14:25 Uhr
Ah, zwei E-Mails vom O2-Kundenservice!
1.) "Guten Tag Herr Stiegler,Ihre Bestellung ist am 30.03.2007 bei uns eingegangen. Sie wird bei uns schnellstmöglich bearbeitet." Mit allerlei Bla dran.
2.) "Informationen zur Übernahme Ihres Festnetzanschlusses und Portierung Ihrer Festnetzrufnummer(n)" Hier soll ich ein Formular zur Rufnummerportierung ausfüllen und denen zufaxen.
Macht Sinn. Aber: Beide E-Mails habe ich schon einmal genau so am 22.12.2006 zwischen 20:28 und 20:29 Uhr und noch einmal am 31.12.2006 um 15:18 Uhr bekommen. Jedes Mal wurde mir eine neue Bearbeitungsnummer für meinen Auftrag gegeben. Mein Auftrag hatte jetzt also schon drei Bearbeitungsnummern.
Das Formular für die Rufnummerportierung haben die O2-Jungs natürlich auch schon zwei- oder dreimal. Ich habe es nämlich schon einmal per Post und später noch einmal per Fax zugeschickt. Als daraufhin die zweite Runde Bestätigungsmails kam, habe ich es, glaube ich, noch einmal zugefaxt.
Aber ich bin ja froh, dass man meine Bestellung erhalten hat. Das ist schön.
Update: 17:55 Uhr
Ich hab den Pennern jetzt mal ein Schreiben gefaxt und klar gemacht, dass die bis kommenden Dienstag, den 02.04. (mal sehen, was sie aus dem zu dem Datum nicht passenden Wochentag machen) Zeit haben, mir Router und Freischaltungsterminbrief zuzuschicken. Für den Fall, dass die das bis dahin nicht auf die Kette bekommen haben, habe ich schon jetzt den Auftrag storniert. Der Brief endet mit:
"Mir steht der Sinn nicht danach, Ihnen auch nur noch ein einziges Rufnummernportierungsformular zu unterschreiben oder zuzufaxen. Sie haben bereits drei; machen Sie etwas daraus.
Ich gebe Ihnen bis zum kommenden
Dienstag, den 02.04.2007
Zeit, mir einen deutlich früher liegenden Zeitpunkt zur Freischaltung des schon im Dezember in Auftrag gegebenen DSL- und Telefonanschlusses zu nennen und die dafür nötige Hardware an meine Kanzleiadresse zuzuschicken. Für den Fall, dass Sie das bis dahin nicht getan haben, storniere ich bereits jetzt den Auftrag.
Zudem werde ich in diesem Fall keine Gelegenheit unversucht lassen zu berichten, was ich mit Ihnen für Kuriositäten erlebt habe.
Es reicht.
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