Mittwoch, Februar 14, 2007

Gänsehaut wegen zu wenig Sternen

"Letzte Nacht betrachtete ich den Himmel und verknüpfte jeden Stern mit einem Grund, dich zu lieben.
Es lief alles großartig, bis mir die Sterne ausgingen."

Da läuft mir Gänsehaut über den Rücken.

Montag, Februar 12, 2007

Sony PSP (Playstation Portable)

So gut mir diese PSP (Playstation Portable) von Sony auch gefällt -- vor allem in Keramikweiß sehr edel, obwohl das Wort "Keramik" wohl, anders als im Englischen, gern an das Frischverdaute erinnert --, so vielseitig ist sie auch. Nicht genug damit, dass sie genau das ist, was ich schon lange haben wollte:

Ich wollte auf meinen Zugfahrten nach und von Berlin Videos gucken und Musik hören, ohne allerdings meinen 15,4-Zoll-Laptop mitschleppen zu müssen, dessen Akku im Übrigen auch nicht ganz für eine Fahrt von knapp vier Stunden reichte.

Sondern man kann auf dieser kleinen Wurst aus Kunststoff und Silikon auch ganz erstaunliche Sachen zurecht zaubern, die mir vorher weder klar noch wichtig waren. So lässt sie sich mit etwas Aufwand derart auf rechts ziehen, dass man damit Spiele von den abgefahrensten Plattformen spielen kann. C64? Amiga? Playstation 1? Gameboy Advance? Alles kein Thema. Selbst die hervorragende Software zum Spielen alter PC-Spiele "ScummVM" gibt es für die PSP, und so staunte ich nicht schlecht, als plötzlich das Intro von "Day of the Tentacle" über den Schirm flimmerte und aus den für die Größe hervorragenden Lautsprechern der PSP das dazu gehörige Vogelgezwitscher quietschte.

Aber auch das eine oder andere PSP-eigene Spiel ragt weit hervor. Was mir derzeit unheimlich Spaß macht, ist das mitgelieferte Spiel "Loco Roco". Da haben sich mal wieder ein paar Hüpfjapaner ausgetobt! Man lässt ein Wabbelviech durch Comicwelten rollen und hüpfen und sich vermehren und gegen böse schwarze Fliegemonster ("Mojas") springen, damit die kaputt gehen. Knallbunt, zuckersüß gemalt und furchtbar unterhaltsam, und die im Hintergrund laufenden Musiktitel brennen sich innerhalb kürzester Zeit ins Unterbewusstsein ein.

Auch sehr geil: "Lumines", eine Art Weiterentwicklung von "Tetris". Das Spiel an sich ist schon unterhaltsam, aber wie geil sind erst die Soundtracks! Da hat jemand zu lang Demoszenemusik gehört und das dort umgesetzt. Was für ein geiles Ding, dieses Spiel!

Und damit -- natürlich -- nicht genug. Die PSP hupt ja auch per WLAN sehr schön durch die Gegend, und so lässt sich über "PSPRadio" sogar Streamcast-Radio (Internetradio) empfangen. Überhaupt ist dieser ganzen "Homebrew" genannten Software schon der eine und andere große Wurf gelungen.

Meine kleine PSP, geschützt von einem Logitech-Schutzgehäuse, kommt jetzt also immer mit auf meine Zugreisen und unterhält mich. So kann ich die amerikanischen Fernsehserien gucken, die ich bislang verpasst habe, und meine Shure E3-Kopfhörer schotten meine Umwelt fast völlig ab. Da können die beiden Wichtigtuer-Arbeitskollegen hinter mir mit ihrem Bier so lang über ihren Chef lästern, wie sie wollen, und das Nervblag von schräg gegenüber kann seinen Eltern den letzten Nerv rauben.

Dann gibt es nur noch meine PSP und mich.
Und Uwe dann danach. Denn den finde ich sehr sehr gut.

Freitag, November 03, 2006

Herbstbeginn: ein paar Updates

Pünktlich zum Monatsbeginn ist kalendarisch der Herbst und temperaturmäßig der Winter über uns hereingebrochen. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Glatteis, dutzende Tote auf Deutschlands Straßen, als wäre es der erste Temperatureinbruch der Autoära. Dabei haben wir hier im Rheinland/Ruhrgebiet noch Glück gehabt, verglichen mit dem Sauerland, dem Harz und vermutlich fast ganz Bayern. Allerdings gerade den Bayern eine Kehrseite der Wir-fahren-übers-Wochenende-Ski-fahren-Medaille mitzugeben, halte ich für einen fairen Deal.

Etwas unangenehm dabei ist nur, dass Bayern in ihrer typisch selbstverliebten Weise davon ausgehen, weil das bei ihnen so ist, müsse es im Rest von Deutschland auch so sein. Mir ist schon immer verborgen geblieben, wie man im architektonisch und landschaftlich sehr hübschen Freistaate Bayern und insbesondere im für seine Größe viel zu dörflich geratenen München annehmen möge, man sei der Nabel der Welt. Vermutlich liegt's daran, dass es in dem Umfeld, in dem man noch vor zehn Jahren für akzeptables Geld Menschen anrufen konnte, einfach nichts Weltzugewandteres als München gab.

Aber sei's drum.

Das Wochenende steht vor der Tür, und ich werde ein weiteres Mal die Chance bekommen, das kalte und vom Ostwind gepeinigte Berlin zu erleben. Mal sehen; vielleicht kaufe ich mir wie schon lange geplant endlich mal eine mit richtigem Pelz besetzte russische Tschapka, die mir den ganzen Winter über ein Zauberlächeln auf die Visage schmieren wird.

Mir ist jetzt "Remember The Milk" über den Weg gelaufen. Ein feines Ding, vermute ich.

Übrigens findet ihr ab sofort neue Fotogalerien auf meiner Picasaweb-Galerie, nicht mehr auf der Wundervoll-Seite. Der Grund dafür ist einfach: Die gallery-Software macht ständig Zicken, und Picasaweb sieht bislang sehr süß aus.

Ich liebäugele mit einem putzigen MIDI-Keyboard namens "Axiom 49" von M-Audio. Ob das wohl meine Musiziererei wieder in Gang bringt? Außerdem merke ich gerade in letzter Zeit, wie sperrig und vor allem schwer eine Spiegelreflexkamera ist und wie wenig ich oft Lust habe, sie mitzunehmen. So überlege ich, ob ich mir zusätzlich noch eine kompakte hole. Da gibt es ja auch ein paar sehr feine Modelle, z.B. (mein Favorit bislang) die Panasonic Lumix TZ1: ein tolles Ding mit einem fetten Leica-Objektiv und -- wie ich am vergangenen Silvester schon erfahren durfte -- tollem Bild. Oder halt ein Schwestermodell. So genau weiß ich das noch nicht. Hat jemand einen Tipp?

Ach ja: Und ich finde Uwe sehr gut.

Montag, September 25, 2006

Deckel oben lassen bitte

Ich bin ein Freund von offenen Klodeckeln und habe noch nie verstanden, wofür das ewige Auf-und-zu derartig propagiert wird. So als wäre es vornehm oder als würde ein geschlossenes Klo davon ablenken, dass dort hin und wieder mit Todesgeschrei und von Schmerz zerfurchtem Gesicht geschissen wird, was die E. Coli-Bakterien des lieben Herrn Gott gnädigerweise zurück gelassen haben.

Unschön -- wenn auch ausgesprochen komisch -- kann natürlich eine deutliche Bremsspur das Porzellan verzieren. Dieses Phänomen wird durch das Deckelschließen allerdings allenfalls verschoben, nicht behoben. Ja, auch wenn man Kot nicht mehr sehen kann, ist er nach wie vor da. Überraschung.

Es gibt natürlich Gründe zum Deckelschließen, die ich gern gelten lassen möchte. Zum einen fällt mir da der Wunsch ein, auf dem Klo etwas abzulegen, beispielsweise das Duschhandtuch. Zum anderen kann aber ein geschlossener Deckel auch davor bewahren, versehentlich hinein gefallene Gegenstände wieder herausfischen zu müssen.

Auf manchen Toiletten -- insbesondere kommerziellen Toiletten wie in Büros, Kneipen etc. -- werden beide Gründe keine Rolle spielen.

Und eins lassen viele Leute beharrlich außer Betracht, wenn sie den gemeinen Deckelschluss fordern. Nämlich die Tatsache, dass dann der Schweiß von so manchem feuchtwarmgesessenen Arschbackenpaar nicht vernünftig trocknen kann. Das finde ich widerlich. Man möchte nur eben zwischen Tür und Angel einen abdrücken und setzt sich nichtsahnend rücklings ins zuvor vom Vorgänger während der zweistündigen Bürokonferenz gezüchtete Feuchtwarmbiotop.

Da schüttelt es sogar mich.

Flasche halten und sich benehmen bitte

Man nehme einen ganz normalen Menschen und mache ein Foto von ihm. Nun lasse man alles, wie es war, öffne allerdings seinen Mund ein wenig und mache dann ein weiteres Foto.
Klarer Fall: Der gleiche Typ -- und hier sind auch Frauen nicht ausgenommen -- sieht mit leicht offenem Mund debil aus. Er kann noch so gut aussehen, noch so intelligent wirken, noch so Jeremy Irons-like dichterhaft mit Cashmere-Schal in die Kamera schauen. Mit offenem Mund sieht er -- wie wir alle -- aus, als hätte er nicht alle Latten am Zaun.

Dergleichen gibt es unzählige Dinge, die uns vermutlich nie bewusst werden, die allesamt dazu führen, dass auf uns jemand spontan sympathisch oder unerträglich wirkt.

So gestern bei mir geschehen. Ich fuhr, wie es wohl zukünftig öfter der Fall sein wird, Sonntag abends mit dem Zug von Berlin nach Düsseldorf. Es war ein IC, und ich saß in einem Fünferabteil. Mir gegenüber saß ab Stendal -- mir ist immer noch unerklärlich, wieso dieses Häufchen Landkartenelend überhaupt einen Bahnhof hat -- ein für sein Gewicht deutlich zu kleiner Mann, dessen Gewicht zu schätzen mir ob seiner Körperfülle nicht leicht fiel -- vermutlich so um die 30 -- und der großes Gepäck mitführte. Er wirkte wie ein typischer Nerd. Bierplauze, Nullachtfuffzehn-T-Shirt, geschmackloser und vielleicht imitierter Wappenring, Frisur 4-. Er las allerdings eine Zeitung, nicht die ix.
Aber damit nicht genug. Er holte zudem beizeiten eine Flasche Bier aus seinem offensichtlich nicht sorgsam gewählten Gepäck und begann zu trinken. Aber es war nicht die Tatsache, dass er im Zug Bier trank. Das allein reichte natürlich auch, um ihn noch unsympathischer zu machen, allerdings auch, um die Plauze zu erklären (wie die spätere Riesenkäsepizzatröte und die im zeitlichen Abstand folgende Schokoladentafel).

Sondern es war die Art, wie er aus der Flasche trank. Genauer gesagt: wie er die Flasche hielt.

Nämlich am Hals.

Sieht immer doof aus, versprochen. Vor allem, wenn man den Hals mit der ganzen Hand umfasst. Ist nicht nur unelegant, weil man offenbar den Schwerpunkt der Flasche nicht mitbekommen hat, sondern zudem Schutz vor dem Danebensuppen, weil Daumen und Zeigefinger die Flüssigkeit vom Sabbern auffangen.


Gut war übrigens auch die eine Tante, die bei uns im Nichtraucherwagen am Fenster stand und rauchte und, als ein Typ aus meinem Abteil und ich sie darauf hinwiesen, dass dies ein Nichtraucherwagen sei, und sie baten, doch in diesem Wagen nicht zu rauchen. Es kam das Übliche: "Machen Sie doch die Türe (übrigens ein Wort, an dessen Ende das "e" mir Grauen bereitet) zu!" Ich stand auf und diskutierte mit ihr etwa eine Minute lang. Dann nahm sie einen letzten tiefen Zug und warf dann die Kippe aus dem offenen Fenster. Ich dankte ihr, während sie schon verduftete.

Es geht mir tierisch auf den Zeiger, wenn Leute meinen, sie müssen Regeln nicht akzeptieren. Und dabei ist mir wurscht, ob das Rauchverbotnichtbeachter oder Leute sind, die chronisch zu schnell fahren und jedes Mal einen Riesenterz machen, wenn sie mal geblitzt werden. So als wäre der Staat daran schuld, dass sie geblitzt worden wären; so als hätten sie ein Recht darauf, schneller als die ausgewiesene Geschwindkeit zu fahren.

Außerdem zeigt es, wie wenig Respekt man anderen Menschen entgegenbringt und wie sehr viele Leute das Gefühl haben müssen, immer nur sie würden vom Leben bestraft, alle wären gegen sie, immer sie müssten das Unglück der Welt tragen.

Und dabei ist es auch mir peinlich, gegenüber Menschen auf das Einhalten von Regeln zu pochen, die vermutlich 20 Jahre älter sind als ich.

Montag, September 18, 2006

Ummena kill dat fuckin baby.

Vor stark einem Jahr zog ich in meine Düsseldorfer Wohnung mit dem charmanten Balkon zum Hinterhof. Nicht sonderlich groß oder schön, aber herrlich ruhig, mit einem hellgelben Eckhaus mit traumhaften Balkonen. Toll anzusehen.

Wenige Monate danach bekam ich das junge Glück nebenan als Nachbarn. Das junge Glück war sehr bald danach zu dritt, und das Dritte schrie seit etwa März durch. Wie am Spieß. Und das meine ich wörtlich. Es schrie, als hätte man ihm einen fünf Zentimeter umfassenden glühenden und mit Widerhaken besetzten Eisenstab ins Arschloch gesteckt und bis zum Hals durchgetrieben. Menschen werden ob solcher Abscheulichkeiten allerdings glücklicherweise irgendwann ohnmächtig. Oder tot. Das Dritte dagegen … nicht. Es gab seinem Leben vielmehr die klangliche Umsetzung dieses erdachten Erlebnisses zum Inhalt. Jeder Moment, der nicht mit Schlafen oder Essen belegt werden musste, wurde diesem Zweck gewidmet.

Bis vor etwa drei Wochen. Dann war plötzlich Ruhe. Zwei Wochen lang. Das Dritte musste Urlaub gehabt haben. Vor etwa einer Woche ging das Geschrei dann endlich wieder los.
Allerdings hatte das Dritte offenbar die Existenz von Lauten abseits von [Geschrei] erahnt. Ich war richtiggehend stolz auf mich, dass ich es so lange ausgehalten hatte, ohne das Drecksbalg selbst aufzuspießen.

Dieses Wochenende entschloss sich eine andere Mutter mit einer Wohnung zu besagtem Hinterhof dazu, eben diesen einst so ruhigen Hof mit Geschrei volllaufen zu lassen. Ein offenes Fenster des Kinderzimmers zum Hof tut da Wunder.

Meine Nachbarn hatten jedenfalls phasenweise das Fenster geschlossen, und das Geschrei drang nur durch die hausinterne Badezimmerbelüftungsanlage in meine Wohnung. Jetzt hat der ganze Hof was von dem nervtötenden Krach, sicher wieder mindestens sechs Monate. Es wird Zeit, dass es arschkalt wird, damit man das Fenster im Kinderzimmer nicht offen lassen kann, weil es sonst erfriert.

Und sehr schön auch, dass Menschen sich nicht dafür interessieren, ob auch andere Menschen das Geschrei ihres ach so süßen Haufens Nachwuchs duziduzi finden.

Mittwoch, August 16, 2006

Deichmann, Lloyd und Tätatäh

Allerschwerstens bin ich in diesen Tagen begeistert von Deichmann-Schuhen. Das möchte ich in aller Form zum Besten geben. Da kaufte ich mir vor Monaten schon, nachdem wohl bei einem Paar hellbrauner Gallus-Lederschuhe irgendeine Feder oder was gebrochen war und die Schuhe bei jedem Schritt quietschten wie die Sau, ein neues Paar brauner Lederschuhe, diesmal allerdings bei Deichmann, wo ich ja ohnehin gern Schuhe kaufe.

Dort wählte ich, obwohl Deichmann ja auch Gallus-Schuhe verkauft, wegen der schlechten Erfahrung eine andere Marke, an die ich mich aktuell nicht erinnern kann. Irgendwas mit zwei Wörtern, klang italienisch, was ja bei Mode und Schuhen immer zieht. Vielleicht nicht ganz zu Unrecht. Die alten Spaghetti haben in Sachen Mode einfach die Höschen an.

Auf jeden Fall ein tolles Paar Schuhe, das ich mir da gekauft hatte. Ungeheuer bequem, sahen gut aus, 29,90 €, danke. Der Vollständigkeit halber erwähne ich, dass sie nicht quietschen.

Als sich dann neulich bei meinem mittlerweile vermutlich zehn Jahre alten Paar schwarzer Lederschuhe, die ich damals in der Düsseldorfer Altstadt in dem Bata-Laden auf der Ecke Flinger Straße und Kapuzinergasse kaufte, der heute von der Springfield-Filiale geziert wird, nach und nach Teile der Sohle lösten und ich Bedenken bekam, dass sich das Oberleder im Ballenbereich bald von der Sohle komplett lösen könnte, entschloss ich mich, ein neues Paar etwa gleicher Bauart und vergleichbaren Designs zu kaufen. Vielleicht ohne die Metallschnalle. Das war damals so ein Spleen, den ich hatte. Relativ human, denke ich, im Verhältnis zur heutigen asexuellen Billigverstrahltenmode der Teenager. Daran ist meines Erachtens nicht primär New Yorker schuld, sondern vor allem ein Laden namens "John Mikels" oder so, der damals in der Kapuzinergasse Station machte, in dem es immer nur würgebunte Drogenmode in Ecstasy-Farben gab, in dem ich aber auch schon Kleidung kaufte, unter anderem eine Jeans in Bundweite 37. Das war damals nicht zu weit. New Yorker jedenfalls produziert einfach im Niedrigpreissegment, und manche Sachen kann man entgegen meiner Erwartung dort sogar tatsächlich gut tragen.

Es stand also wieder die Wahl des Geschäftes an, und ich hatte schon damit gerechnet, dass ich bei Deichmann letztendlich fündig werden würde, aber gerade weil ich in Köln unterwegs war, ließ ich es darauf ankommen. Dort gibt es schließlich jede Menge Geschäfte, derer ich eine Reihe unter die Lupe nahm.

Ein erschreckendes Bild bot sich mir. Lloyd-Schuhe überall.

Warum das erschreckend ist?

Nun. Weil Lloyd-Schuhe teuer sind und bei mir immer drücken. Immer immer. Ich habe zu Hause schon ein Paar schwarzer Lederschuhe, die ziemlich genau so aussahen wie die Schuhe, die ich suchte. Diese Schuhe sind auch schon ca. acht Jahre alt, haben aber nie aufgehört zu drücken. Nicht nur an der Ferse, sondern vor allem vorn an den kleinen Zehen. Lloyd halt. In diesen Schuhen ist jeder Schritt wie das Wissen, am nächsten Morgen mit Kopfschmerz-zerpeitschtem Kopf sein von unliebsamen Gästen weiträumig vollgekotztes Klo säubern zu müssen. Oder wie DJ Bobo.

Lloyd kann mich also im übertragenen Sinne untenrum in den Mund nehmen. Und da viele Geschäfte sich, was halbwegs akzeptables Schuhdesign angeht, auf Lloyd beschränken, ist mein Verhältnis zu diesen Geschäften gleichwertig. Hin und wieder frage ich mich, ob die Leute, auf die das halbherzige Design vieler Schuhe offenbar ausgerichtet ist, überhaupt Lederschuhe kaufen.

Mir fiel übrigens auch auf, dass die ach-so-tollen Geox-Schuhe, die ja sowat von atmungsaktiv und so weiter sind, du, leicht anders aussehen, als ich mir das von meinen Schuhen vorstelle. Außerdem lassen die Jungs sich ihre Atmungsaktivitäten auch ganz gut versilbern. Das Prinzip sollte ich mal Kenny, meinem Yoga-Kursleiter, vorschlagen.

So schlappte ich also stundenlang in der Kölner Innenstadt durch die Geschäfte. Vermutlich, weil ich nicht wusste, wo eine Deichmann-Filiale ist. Sonst hätte ich vermutlich den Weg abgekürzt und die restliche Zeit damit totgeschlagen, mir mit einem Starbucks-Kaffee in der Hand die Auslage bei der Mayerschen am Neumarkt anzusehen. Damit meine ich die Bücher, nicht die Kunden oder die Bediensteten. Und ich möchte deutlich sagen, dass es durchaus geile Säue in Buchläden gibt. So beispielsweise einen Herrn in Torontos "World's Biggest Bookstore" in der Nähe der Yonge Street -- 20 Edward Street --, vermutlich in seinen Mittdreißigern, den ich so lange möglichst unauffällig beobachtete, bis er wohl in die Vormittagspause ging. Gegen 18:30 Uhr bekam ich Hunger und ging nach Hause.

Als ich dann jedenfalls kurz vor dem Neumarkt auf eine Deichmann-Filiale stieß, atmete ich erleichtert auf, und ein Lächeln besiedelte mein Gesicht. Und in dieser Filiale wurde ich fündig. Ein schönes Paar von Borelli für 59,90 € landete in meinen prall gefüllten Einkaufstüten, und der Tag war gerettet. Schon widder de Italocken, man könnte et nit fassen. Aber dat könn' se ja.

In diesem Zusammenhang fällt mir übrigens Herr Berlusconi ein, der sich -- so hörte ich im Radio -- einen künstlichen Vulkan in seinen Garten pflanzen ließ, der auf Knopfdruck künstliche Lava speit. Diese bizarre Fleischwerdung von Pekuniärlangeweile hat wohl schon Nachbarn bei der Premiere dazu bewogen, die Bullen zu rufen. Aber gut, Silvio ist ja nun auch schon an die 70 und so geliftet, dass er für eine Apfelschorlenmarke Werbung machen könnte … sollte.

Das besagte Borelli-Paar trug ich also danach im Büro, und am ersten Tag und konnte gegen 14:00 Uhr kaum noch laufen, weil insbesondere links die Sohle an meiner Ferse rieb. Mich beschlich Misstrauen. Sollte man mich gelinkt haben? Die Welt drehte sich langsamer; mein Atem ließ Menschen innehalten. Nicht wegen des Geruchs, sondern wegen der Kälte.
Ich drückte also an der Sohle ein bisschen herum, bog das Leder hier und da und hoffte auf Besserung.

Und die trat tatsächlich ein. Ich bin jetzt im fünften Tag (oder so), und es ist jetzt nur noch schön. Die Schuhe geben Halt -- mehr sogar als die braunen --, sehen gut aus und tragen sich hervorragend. In diesem Zusammenhang werde ich in nächster Zeit öfter das Wort "enorm" verwenden, das ich heute Morgen im Radio hörte. "Enorm" ist toll.

Deichmann hat es also wieder einmal geschafft. Geht mir weg mit euren teuren Angebertretern, die nicht sitzen oder sofort in Stücke gelatscht sind, wenn man sie mal auf eine ernsthafte Shopping-Odyssey mitnimmt. Es ist ein toller Spaß, bei Deichmann einzukaufen. Nicht nur wegen der seltsamen Gestalten dort, sondern vor allem der Schuhe wegen.

Übrigens: Die letzten Paar Freizeitschuhe, die ich dort gekauft habe, die nicht passten, habe ich Uwe geschenkt, und dem passen die super, sagt er. Dann waren sie ja doch zu was gut. Und das Paar Falcon-Schuhe, das ich vorher gekauft hatte, ist bequemer als alle Schuhe, an die ich mich erinnern kann. Es ist einfach toll da. Wenn Sie jetzt bestellen, bekommen Sie das Anti-Gestank-Fußspray kostenlos dazu. Und ein extra für die Raumfahrt entwickeltes Deo, damit der Gestank endlich aufhört.

Man gestatte mir den Zusatz, dass Deichmann-Einlegesohlen mit Fußbett eine unbeschreibliche Wohltat sind. Sie verwandeln auch alte und völlig verranzte Schuhe in ein Fortbewegungserlebnis der Extraklasse, wofür ich Deichmann von ganzem Herzen danke.

Hin und wieder frage ich mich, ob die kleine, junge, etwas zu schnell eingeschüchterte Bedienung in der jeweiligen Filiale meiner Wahl eine Ahnung hat, wie geil ich es dort finde.

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So, und nun zum Abschluss zu etwas völlig Anderem. Neulich hörte ich jemanden den Ausdruck "tête-à-tête" aussprechen wie "Tätatäh". So etwas gehört verboten.

Mittwoch, Juli 05, 2006

"stadt mensch"

Ein Thema so alt wie die Menschheit: Rechtschreibung.

Wir alle haben darunter zu leiden, aber oft auf unterschiedlichen Seiten des Spielfeldes. Die einen leiden, weil sie sie als unerträgliche Last empfinden, und die anderen, weil sie der anderen Leistungen in diesem Bereich so wahrnehmen.

So berichtete mir Jonathan kürzlich von einer Äußerung eines seiner Chatpartner mit den Worten:

"aber das wahr echt nicht mein ding, dann lernte ich jemand aus duisburg kennen, und ich bin ein stadt mensch , und habe ich mich entschlossen nach duisburg zu ziehen, wo ich jetzt seid februar 2006 lebe."

Lassen wir die Tatsache, dass hier alle Wörter klein geschrieben sind, mal außen vor. Das tue ich bei E-Mails auch oft, beim Chatten sowieso. Die relevanten Wörter -- meist Akronyme -- kann man ja in Großbuchstaben schreiben. Verstanden wird man so auch, und darum geht es dort ja meist.

Meine Antwort an Jonathan, bei der ich übrigens ursprünglich auch alles klein schrieb, was ich hier allerdings korrigiert habe, um der oben genannten Gruppe ein Vorbild zu sein, lautete nun wie folgt:

"Mja, kamman wenich zusagen. (Anm.: Dieser Satz muss korrekt lauten: 'Nun ja, dazu kann man wenig sagen.')

Neulich hab ich wieder mal ein Profil von jemandem gelesen, der sicherlich unheimlich nett ist, aber einfach null Sprachgefühl hat.

Ich glaube außerdem, es haben viel mehr Leute Anflüge von Rechtschreibschwäche, als uns bewusst ist. Jürgens "Emplöst"-Beispiel von neulich ist ganz anschaulich dafür. Vielen Leuten springt sowas einfach nicht ins Auge, obwohl wir nicht fassen können, dass man so wenig Sprachgefühl haben kann.

Deinem Chatpartner kann man immerhin noch zu Gute halten, dass er Satzzeichen verwendet und dabei nicht mal total falsch liegt.

Aber Komposita im Deutschen scheinen ein unglaubliches Problem zu sein, und mir ist unklar warum. Im Ungarischen geht's relativ problemlos, und auch in Dresden bekommen's die Jungs mit der Rechtschreibung auf Schildern weitestgehend hin.

Aber es ist schon krass, dass Leute echt denken, "Stadtmensch" schriebe man getrennt. So als gäbe es Komposita gar nicht. Ich habe auch nicht die geringste Idee, wie man Leuten sowas vermitteln soll. Außer "Ey guck doch ma hin bitte; das muss man doch merken" natürlich.

Ist aber auch Quatsch; denn offensichtlich merkt er's nicht.

Betrüblich finde ich aber vor allem, dass Leute, wenn man sie darauf aufmerksam macht, so Hinweise damit abtun, man sei pingelig. So als wäre Rechtschreibung völlig überflüssig und nur was für Korinthenkacker, und als hätte eine einheitliche Schreibweise überhaupt keine Vorteile oder auch nur einen Sinn.
Das zeigt halt auch, dass sich diese ganzen Leute in Bereichen der Verwendung von Schriftsprache bewegen müssen, in denen alle diese Nuancen tatsächlich nie wichtig werden. Sonst würden sie ja merken, dass es einen Unterschied zwischen "wiedersehen" und "wieder sehen" oder zwischen "Antwortschreiben" und "Antwort schreiben" oder zwischen "Vorort-Einsatz" und "Vor-Ort-Einsatz" (jeweils auch nach Belieben ohne Bindestriche und wahllos groß und klein geschrieben) gibt.

*schulterzucken*"

Dienstag, Juli 04, 2006

Houtlust

Das StumbleUpon-Plugin hat mir wieder einmal etwas sehr Schönes beschert:

Houtlust

Dieses Blog beschäftigt sich mit Non-proft-Werbung und zeigt allerlei Kampanien, die ich unterstützenswert, faszinierend und krass gleichzeitig finde.

Ansehen! Sehr fein, wozu Gehirnzellen und Designgeschick auf dieser Welt verwendet werden.

Freitag, Mai 26, 2006

Eurovision Song Contest: Ich hab's gewusst!

Hab ich's nicht gesagt?
Hab ich's nicht gesagt?!?

Da waren mein neuer Lieblingsmensch Uwe und ich am vergangenen Wochenende auf einer in einschlägigen Kreisen unersetzlichen Grand Prix-Party bei Bekannten von ihm in Berlin. Etwa ein Dutzend Tunten auf einem Haufen, in deren Gegenwart er jede Menge Gelegenheit hatte, sich ob meiner Kommentare die Hand vor die Augen zu halten.
Ingo -– ein angenehmer und interessanter Zeitgeselle, dessen anfängliches und einziges Manko darin bestand anzunehmen, er sei zweifelsohne der Unterhalter des Abends (wobei ich ihm zugeben muss, dass regelmäßig auch andere Leute auf anderen Partys diesem Irrtum unterliegen) -– verteilte Stimmzettel, auf denen jeder von uns diejenigen drei Beiträge ankreuzen sollte, die er unter den drei besten Plätzen wähnte. Eine tolle Idee; es kann verbinden und viel Gelegenheit zur Unterhaltung geben.

Sektchen, Käffchen und Büffetchen hin oder her; einer jeder wird sich wohl vorstellen können, wie lang sich die Gesichter zogen, als Finnland mit seinem von Lordi grandios vorgetragenen Rockstück reihenweise und grenzübergreifend Punkte einheimste. Mit einer solchen auditiven Aberration des Wettbewerbs vom Chanson denn genau den wünschen sich die Wattewerfer, die vermutlich als einzige in Deutschland diese Veranstaltung noch mit Herz und Seele unterstützen, sehnlichst zurück -– blieb ihnen nichts, als das gerade Erlebte schlicht kopfschüttelnd zu verneinen. Man verstehe die Welt nicht mehr, so etwas habe es noch nie gegeben, der Grand Prix sei zu einem Show-Event verkommen etc.

Nun, mir dagegen war nach dem Finnland-Auftritt völlig klar, dass "jetzt noch ein Kracher kommen muss, damit wir nicht nächstes Jahr nach Helsinki gehen". Das Ding war astrein durchgezogen. Eingängiges Rockstück, für das ohnehin viele Länder große aufgerichtete Daumen haben, gute Stimme, gut gesungen, dynamisch und fett abgemischt (sehr gut für einen Liveauftritt!), geile Kostüme, ein totaler Hingucker und dann auch noch ein eingängiges Stück. Was könnte man da mehr wollen? Und über Geschmack sollte man eh nicht streiten. Besser lachen.

Nun ja, ich habe also als einziger auf Finnland getippt. Da haben die Kollegen Mitfeierer, die gar nicht so sehr feierten, ziemlich doof geguckt.

Hihi.

:D

Mittwoch, April 26, 2006

Bäckerei Hinkel: 10 Cent fürs Schneiden

Neulich wurden mir bei der Bäckerei Hinkel ("Wir sind ein Familien-Unternehmen.") im Münstercenter in meiner Nähe zehn Cent fürs Schneiden des Brotes, das ich kaufen wollte, berechnet.

Ich war zuvor beim Arzt gewesen und war vom Brechdurchfall der vergangenen Nacht ausgelaugt und benommen.

Völlig baff, wie ich war, zahlte ich kommentarlos.

Ich freute mich, dass man nicht 50 Cent für die Plastiktüte und 23,20 Euro für das Herüberreichen berechnete.

Zehn Cent fürs Schneiden.

[…]

*kopfschütteln*

Dienstag, April 25, 2006

Plugin für Firefox: "StumbleUpon"

Es gibt eine Reihe geiler Plugins für Firefox, gar keine Frage.

Eins allerdings finde ich in diesen Tagen über alle Maße geil. Und zwar das "StumbleUpon"-Plugin.

Mit diesem putzigen Dingelchen nimmt man an einer Community teil, die sich -- nach Interessen geordnet -- geile Webseiten zuschustert. Nicht mehr und nicht weniger. Du interessierst dich für Verschwörungstheorien, Fotografie oder Politik? Hier ist das Plugin, das dir Webseiten in Massen zeigen wird, die dich interessieren.

Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach. Jeder kann anzeigen, welche Webseiten er mag, kann sie kategorisieren, und schon bekommt jeder andere, der auch das Plugin benutzt und die gleiche Interessenskategorie angegeben hat, die Webseite zu sehen.

Mindestens 80 % der Webseiten, die ich vor die Nase bekomme, sind nur super. Der Rest ist auch interessant, bedarf aber oft zu viel Zeit, um "mal eben drüberzusurfen".

Donnerstag, April 20, 2006

Brechdurchfall und McDonald's

Leider kann ich nicht mit einem Beweis dienen, dass ich von McDonald's-Essen Brechdurchfall bekommen hätte, wie die Überschrift suggerieren könnte. Aber beides hatte ich unabhängig voneinander.

Bis Montag war wieder Breakpoint; ich hatte dort die diesjährigen scene.org-Awards moderiert. Selbstredend bekam ich dort wenig Schlaf; das ist ja jedes Jahr das Gleiche.
Nach dem darauf folgenden Arbeitstag fiel ich dann erwartungsgemäß ins Bett und schlief erst einmal zweieinhalb Stunden. Das hatte ich mir verdient, dachte ich. Mein Darm machte bereits erste Anzeichen, mehr schlecht als recht zu verdicken.

Da mir am Dienstagabend zudem kalt war, nahm ich ein heißes Bad. Und mittendrin ging's los. Ich merkte, dass es untenrum eng wurde mit Platz, und stieg aus der Wanne auf die Schüssel. Doch bevor ich starten konnte, durchfuhr mich ein Brechreizruck mit einer sonst nur in humorvollen Sendungen dargestellten Heftigkeit. Ich konnte gerade noch die aufbegehrende Menge zurückhalten und den Körper drehen, um die Schüssel anderweitig zu nutzen. Um ein Haar hätte ich das Badewasser nicht mehr verwenden können.

Und so zog sich die Nacht dann hin. Jede halbe Stunde aufstehen und kotzen oder kacken, was halt gerade anstand. Ich behielt nichts im Körper, sodass ich am Morgen einen unsäglichen Durst hatte, der von respektablen Gliederschmerzen begleitet wurde.
Ich ging zum Arzt und wurde dankenswerterweise für einen Tag krank geschrieben.

So, und jetzt zu McDonald's.

Ich hatte den ganzen Tag keinen Hunger und ganz sicher keinen Appetit. Uwe legte mir alledings nahe, etwas zu essen und das mit einem Spaziergang zu verbinden, sodass ich das tat. Und vermutlich wegen meines völlig zerfickten Geschmackssinns dachte ich, McDonald's sei eine Superidee. Ich also hin und mir so ein Ciabattadingens geholt. Und nen Sechser Chicken McNuggets.
Den Burger würgte ich mehr oder weniger lieblos hinunter. Die Nuggets nahm ich mit.

Die Nuggets habe ich jetzt gerade gegessen. Kalt, Panade matschig und nicht einmal den Eindruck von Geschmack erweckend. Im großen Stil widerlich.

Ich glaube, ich fang wieder mit Brechdurchfall an.

Freitag, April 07, 2006

Ein Gefühl für Alzheimer

Manchmal sitze ich so da und denke mir, wie es wohl wäre, wenn ich an Alzheimer erkrankt wäre und mein Gehirn nicht mehr so mitspielen würde, wie ich mir das so vorstelle. Wie wäre es wohl, wenn man kurz auf die Toilette ginge und beim Zurückkommen die seit drei Stunden mit mir zusammen zu Abend essenden Freunde mit einem herzlichen Hallo und zugehöriger Umarmung zu begrüßen?

Kurz vorweg: Ich tue das hin und wieder völlig unabhängig von Geisteskrankheiten; denn mir gefällt der überraschte Blick auf den Gesichtern meiner Freunde. Abgesehen davon bin ich -- wie man in einschlägigen Kreisen sagen könnte -- chronisch untervögelt bzw. untervögelnd (allein wenn ich die dafür oft verwendete Abkürzung "C.U.V." dafür höre, schießt mir das Blut in rauen Mengen aus der Nase) und fummel einfach gern an anderen herum, so weit das in Gesellschaft eben geht.

Aber worauf ich eigentlich hinaus will, ist die Tatsache, dass mir dieses Vergessen, das wesentliches Merkmal von Alzheimerkrankheit ist, nicht ganz fremd ist. Es gibt Situationen, in denen es mir genau so geht, und die möchte ich kurz beschreiben.

Ich vergesse, was immer ich vorhatte, fast immer, wenn ich auf der Toilette war. Es ist kein Spaß, klingt aber selbstverständlich wie einer.

Regelmäßig sitze ich auf der Toilette und denke an etwas, und egal, wie fest ich es mir zu tun vornehme; sobald ich aus der Toilette komme, ist es vergessen. Bestes Beispiel ist: "Oh, das Klopapier ist bald leer. Da hole ich beim Rausgehen eben eine neue Rolle und lege sie parat, damit der nächste auch welches hat, wenn er sich hinsetzt." Ich garantiere: Wenn ich nicht außerordentliche Energien aufwende, um das auch tatsächlich zu machen, werde ich aus der Toilette kommen, und der Gedanke wird -- obwohl erst vor zehn Sekunden gehabt -- verflogen sein wie ein Erbsensuppenfurz auf dieser wild um sich drehenden Achterbahn auf der Düsseldorfer Kirmes. Schalter aus, Gedanke weg, unglaublich.

Und besonders bizarr ist, dass ich es nicht ändern kann. Egal, welches Mittel ich anwende, um dieses Phänomen zu drehen und wenden (ich weiß ja, dass es passieren wird; das macht es so surreal), es passiert immer wieder.

Manchmal passiert es nicht. Wenn ich wirklich viel Energie in den Gedanken gesteckt habe. Dann erinnere ich mich. Bei diesem kurzen Weg zum Klopapier dürfte mich niemand ansprechen, und ich dürfte vermutlich auch sonst keine Reize von außen bekommen; sonst wäre der Gedanke augenblicklich wieder weg, und ich würde machen, was halt gerade auf mich eingewirkt hat.

So wird es Alzheimerpatienten gehen, denke ich. Manche werden wohl zunächst merken, dass sie eher geduldete Gäste im eigenen Gehirn sind, und diese Ohnmacht muss ziemlich übel sein. Sich nur unter großem Energieaufwand -- und ältere Menschen haben ja generell weniger Energie zur Verfügung -- an die einfachsten Dinge erinnern zu können, ist nicht lustig.

Jedenfalls nicht für einen selbst.

Für andere wiederum ist das glaube ich sehr komisch. Ich fänd's ja auch lustig, wenn ich das bei anderen sehen würde. Und manchmal muss ich auch über mich selbst grinsen, wenn ich nach einer Weile wieder auf der Toilette bin und wieder die fast leere Rolle sehe.

Donnerstag, April 06, 2006

"Was für Musik hörsten du?"

Ich bin zwar schon seit einer ganzen Weile dort, aber vermutlich hat's immer noch eine Menge von Leuten nicht mitbekommen: Es gibt ein Portal, auf dem man sehr einfach zeigen kann, was für Musik man gern hört. Man muss dafür auch keine Statistiken bearbeiten, sich groß was zurecht überlegen, was man wohl in letzter Zeit viel gehört hat, oder irgendwas anderes Umständliches tun.

Man installiert sich einfach ein Plugin in sein Musikabspielprogramm -- bei mir Winamp --, und fertig ist die Kiste.

Der Spaß findet sich dann auf last.fm wieder, und man kann dann seine zuletzt gehörten Tracks (wie hier gezeigt) ansehen und bekommt zudem eine ganze Rutsche Statistik zu seiner Lieblingsmusik, geordnet nach wöchentlichen Charts, Insgesamt-Charts usw..

Hier seht ihr z.B. die Tracks, die ich zuletzt gehört habe:



Man kann sich über last.fm auch seine musikalischen Nachbarn anzeigen lassen, was ich sehr interessant finde. Präziser kann man sich gar nicht sagen lassen, was für Musik einem höchstwahrscheinlich noch gefallen würde.

Meine ganze Seite findet ihr hier.

Mittwoch, April 05, 2006

Dicke Eier gibt es wirklich!

Ich hab's gefunden, ich hab's endlich gefunden!

So, da habt ihr's! Es gibt dicke Eier wirklich! Sie heißen medizinisch "Kavaliers-" oder "Bräutigamsschmerzen", und hier ist der Beweis.

Dienstag, April 04, 2006

Fitness Company: € 167,80 für die zwei Monate

Stolzer Preis. Da zahle ich jetzt nach der Kündigung für die beiden Monate satte € 167,80. Das macht € 83,90 pro Monat. So viel zahlt man sonst nicht einmal bei Holmes Place, und der Service ist bei der Fitness Company gelinde gesagt beschissen. Diese Mischung ist so frech, dass ich mich satt über mich selbst ärgere, dass ich so dämlich war, dort zu unterschreiben.

Ach, und natürlich buchen die munter einfach weiter ab und lassen sich nicht davon beirren, dass ich denen die Bankeinzugsvollmacht entzogen habe.

Was für ein Drecksladen … Hammer …

Montag, April 03, 2006

Linksammlung

Etwas eher Profanes dieses Mal, nämlich eine Sammlung von Links, die mir in der letzten Zeit zugespielt wurden oder über den Weg gelaufen sind. Das könnte euch interessieren.

Penis Unicorns
Google Epic 2015
"We are sinking!"
Gernots Selbstvertrauen
Durchschnittstyp
AlphaGrip
Smartboards
Chuck Norris Facts
World Community Grid

In diesem Sinne eine schöne Woche!

Freitag, März 31, 2006

City Fitness statt Fitness Company

So, damit wäre das Zeug erledigt. Gestern Abend habe ich im Beisein von Markus (danke!) mein "Sonderkündigungsrecht" gegenüber der Fitness Company (oder "Fickness Tompany", wie ich sie gern nenne) erklärt. Damit wird mein Vertrag "zum ersten Mai" auslaufen. Sicherlich meint man damit "zum Ende April", aber mir ist klar, was damit gemeint ist.
Markus wäre dabei als Zeuge gar nicht so notwendig gewesen, denn die haben mir freiwillig eine Kopie des Kündigungsschreibens mit Eingangsstempel gegeben. Aber besser war's trotzdem.

Selbstverständlich habe ich denen gegenüber auch direkt die Bankeinzugsermächtigung widerrufen. "Das Geld kann nur abgebucht werden.", sagte man mir, woraufhin ich natürlich völlig richtigerweise darauf hinwies, dass das durchaus auch anders ginge. Mal sehen, wie die Jungs damit umgehen. Ich sehe schon Ärger auf mich zukommen, aber (was die Tompany nicht weiß) damit sehe ich auch schon Ärger auf die zukommen.

Manchmal ist es ganz schön zu wissen, was für Rechte man hat.

Jedenfalls
sind wir danach zu dem Studio gegangen, in dem Markus trainiert: City Fitness in der Erkrather Straße in Düsseldorf. Schöner Laden, natürlich nicht ganz so günstig gelegen wie die Tompany (für mich jedenfalls nicht), aber sehr sauber, sehr angenehme Leute am Empfang und auch sonst im Studio, Yoga-Kurs am Donnerstag um 20:00 Uhr, Umkleiden genauso schön und sauber wie in der Tompany, auch Sauna usw. usw..
Weitere Filialen u.a. in Essen, auch super. Training dort ist gar kein Problem, einfach so, kein Aufpreis oder sonstiger Scheiß. Unfassbar. Monatspreis: € 24,95. Keine sonstigen Gebühren. Mir wurde schwindelig.
Ach ja, und! Als ich reinkam, kam mir direkt ein sehr ansehnlicher Kerl entgegen, der wohl auch zur Firma gehören, aber ziemlich zickig sein soll. Sagte Markus.
Nun gut, ich muss ihn ja nicht heiraten.

Glaube ich.

Ich habe mir die Vertragsmaterialien angesehen: Sehr sehr fair. AGB überschaubar, Bedingungen und Preise und Service okay. Da habe ich direkt einen Vertrag klar gemacht. Vertragsbeginn 01.05. gar kein Problem, wird sogar vom Formular schon vorgesehen. Das war mir etwas suspekt; man war dort viel zu natürlich nett und entgegen kommend. :)

So werde ich also ab Mai dort trainieren. Ein toller Spaß!

Jetzt geht's mir besser. Jetzt, wo ich diesen Drecksverein von Fitness Company los bin.

Dienstag, März 28, 2006

Fitness Company - Preise und Vorgehensweise

Die Fitness Company macht so ein Geheimnis um ihre Preise, Tarife und das ganze Drumherum; da erzähle ich euch einfach, wie die preislich liegen und wie man vorgehen sollte, wenn man schon zu denen will.

So sehen deren Preise üblicherweise aus:

12 Monate-Vertrag: monatlich € 54,90 für Training in dem einen Studio, in dem man abschließt (die FitCom nennt das "local"). Wenn man bundesweit (was auch gleichzeitig weltweit heißt) trainieren möchte, kostet das € 5,00 extra.

6 Monate-Vertrag kostet glaube ich jeweils € 10,00 mehr.

Aufnahmegebühren (ich glaube, sie nennen sie "Clubgebühren") betragen normalerweise einmalig € 149,00 plus einmaliger Servicepauschale von € 49,00 (erstmalig fällig Mitte des 3. Mitgliedsmonats, danach jährlich) plus einmaliger Verwaltungsgebühr von € 39,00 (fällig bei Vertragsabschluss). Dass diese ganzen erfundenen Gebühren die monatliche Rate in die Höhe treiben sollen (und sonst gar nichts), ist jedem klar. Ich spare mir deshalb weitere Ausführungen.

Das heißt: Will man "ganz normal" deutschlandweit 12 Monate lang trainieren können, zahlt man normalerweise € 955,80. Stattlicher Preis, finde ich. Für die 6 Monate-Version fallen immerhin
€ 655,40 an. Sauteuer, finde ich.

Ich bin zu der Filiale in Düsseldorf-Derendorf in der Rather Straße gegangen, um nur zu gucken, wollte keinen Vertrag abschließen. Aber ich hatte eine Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ein furchtbar geübter Verkäufertyp, den ich jetzt regelmäßig beim Training sehe, beschwatzt Interessenten. Ich möchte am liebsten hingehen und denen sagen, worauf sie achten müssen. Naja, jetzt mach ich's hier.

Wichtig ist bei den Verhandlungen Folgendes:

- Feilschen, als gäbe es kein Morgen! Mir wurde, als ich sagte, ich wollte noch andere Studios in Preis und Leistung vergleichen, folgender Deal angeboten:
12 Monate trainieren für monatlich € 39,90 (!), "Clubgebühr" € 30,00, Service- und Verwaltungspauschale wie gehabt (€ 49,00 und € 39,00). Das gleiche für 6 Monate für monatlich € 49,90 statt € 39,90. In der Summe also:

- für 12 Monate: € 568,00 (statt normalerweise € 955,80)
- für 6 Monate: € 417,00 (statt normalerweise € 655,40)

Ich hab dann den 6 Monate-Vertrag genommen.

In meinem Vertrag steht "Lifestyle World", aber meine Clubkarte (der Mitgliedsausweis) sagt "local", sodass ich schon jetzt wette, ich werde damit nirgendwo anders reinkommen.

Zudem sagte ich, es sei schon eine Woche im März vergangen, und da FitCom nur rückwirkend zum Monatsanfang Verträge abschließt, würde ich dann im April wiederkommen. Da sicherte man mir (nach ominöser Rücksprache mit sonst noch wem) zu, € 10,00 auf meine Karte zu buchen, von denen man sich dann so Getränke und Gedöns kaufen kann.

Sollte es mich überraschen, dass gestern, als ich mir mal ein Getränk aus dem Automaten ziehen wollte, kein Geld auf der Karte war? Nun ja, es ist Beschiss, schlichter plumper Beschiss.

Da kann ich Ärger machen oder nicht, aber die FitCom bescheißt einfach ihre Kunden. Vermutlich braucht es sie so dringend.

Bitte tut euch, die ihr da unbedingt hin wollt, einen Gefallen und feilscht, was das Zeug hält! Ihr zahlt sonst ein Scheißgeld, das ihr nicht zahlen müsstet.

Ach so, und weil die FitCom nie ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen rausgibt, gebe ich sie hier preis (Arsch lecken):

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Allgemeine Geschäftsbedingungen zur Fitness- und Saunanutzung

Abschlussdatum und Vertragsbeginn
Das Mitglied ist zur Nutzung der Leistungen der Fitness Company im vereinbarten Umfang ab Abschlussdatum berechtigt. Laufzeit und Kündigungsfristen richten sich nach dem Vertragsbeginn.

Monatliche Zahlung/Änderung der Mehrwertsteuer
Die monatliche Zahlung ist jeweils am letzten Werktag des Vormonats eines jeden Mitgliedsmonats fällig. Sie ist per Bankeinzugsermächtigung zu entrichten. Bei Wahl einer anderen Zahlungsart durch das Mitglied ist die Fitness Company aufgrund der damit verbundenen höheren Verwaltungskosten berechtigt, eine monatliche Aufwandspauschale in Höhe von 5,- zu berechnen. Bei vom Mitglied zu vertretenden Rücklastschriften ist Fitness Company ab der zweiten Rücklastschrift in Folge berechtigt, das Bankeinzugsverfahren zu kündigen und die Mitgliedschaft auf Barzahlung umzustellen sowie die monatliche Aufwandspauschale von €5,- zu berechnen. Auf Antrag des Mitglieds wir die Fitness Company einer erneuten Teilnahme am Bankeinzugsverfahren zustimmen, wenn dem keine berechtigten Gründe der Fitness Company entgegenstehen. Mit der erneuten Teilnahme am Einzugsverfahren entfällt die Aufwandspauschale. Veränderungen der gesetzlichen MwSt. (derzeit 16%) berechtigen die Fitness Company ab deren Geltung zu einer entsprechenden Anpassung der Beiträge.

Einmalige Zahlungen und Servicepauschale
Die Club- und Verwaltungsgebühr sind mit Vertragsabschluss fällig. Es wird eine Servicepauschale erhoben, die erstmalig Mitte des dritten Mitgliedsmonats und dann jeweils nach einem Jahr fällig ist. Im Falle einer erteilten Bankeinzugsermächtigung werden Clubgebühr und Servicepauschale im Wege des Bankeinzugsverfahrens eingezogen. Die Verwaltungsgebühr ist bei Vertragsabschluss im Club zu leisten. Bei Kündigung des Vertrages erfolgt keine ganze oder teilweise Rückzahlung der Einmalzahlungen oder der Servicepauschale.

Ermäßigungen
Ermäßigungen für Studenten, Schüler, Azubis, Wehr- und Zivildienstleistende (jeweils bis zum 27. Geburtstag), Rentner/Pensionäre (ab dem 60. Geburtstag) sowie FirmenFitness-Mitglieder werden gegen Vorlage eines gültigen Nachweises über die Berechtigung zur Inanspruchnahme (z.B. Immatrikulationsbescheinigung) gewährt, außer bei den Mitgliedschaften mit eingeschränkten Trainingszeiten wie bespw. Light, Morning, Lunch und Young & Fit. Der Berechtigungsnachweis muss bei Vertragsabschluss vorgelegt werden. Bei nachgereichten und bis zum 15. eines Monats eingegangenen Nachweisen gilt die Ermäßigung ab dem nächsten vollen Kalendermonat, bei späterem Eingang ab dem übernäcshten Kalendermonat. Die Ermäßigung gilt niemals rückwirkend. Bei befristeten Nachweisen ist eine aktuelle Folgebescheinigung unaufgefordert bis zum Ende der Gültigkeit des Nachweises einzureichen, ansonsten entfällt die Ermäßigung im Folgemonat automatisch und wird nicht zurückerstattet. Gruppen- oder FrimenFitness-Mitglieder müssen alle 12 Monate nach Vertragsbeginn einen aktuellen Nachweis einreichen, aus dem sich die fortdauernde Zugehörigkeit zu der Firma oder der Gruppe ergibt. Bei Ausscheiden aus der Firma oder der Gruppe oder wenn der jährliche Nachweis nicht fristgemäß zur Verfügung gestellt wird, entfällt die Ermäßigung automatisch. Ein Nachreichen des Nachweises begründet eine erneute Beitragsermäßigung automatisch für die Zukunft, niemals rückwirkend. Änderungen (insbesondere Reduzierungen oder Streichungen) einer zwischen Mitglied und Firma bzw. Gruppe vereinbarten anteiligen oder vollständigen Kostenübernahme, beschränken sich ausschließlich auf das Innenverhältnis Mitarbeiter/Firma und Gruppenmitglied/Gruppe und stellen gegenüber der Fitness Company keinen Kündigungsgrund dar.

Nutzungsverträge
Das Mitglied schließt seine Mitgliedschaft für eine bundesweite Nutzung einer bestimmten Clubkategorie ab. Welche Clubs zu welcher Kategorie gehören, ist unter www.fitcom.de aufgelistet und kann im Club erfragt werden. Die Nutzungsverträge berechtigen zur Nutzung der Angebote während der Öffnungszeiten an Werktagen, Feiertagen und an Wochenenden. Einige Mitgliedschaftsarten haben die nachfolgenden Nutzungsberechtigungen:
· Light Karte - Nutzungsberechtigung Mo. - Fr. bis 17.00 Uhr + Wochenende
· Young & Fit Karte - Nutzungsberechtigung Mo. - Fr. bis 17.00 Uhr + Wochenende
· Morning Karte - Nutzungsberechtigung Mo. - Fr. von Cluböffnung bis 13.00 Uhr + Wochenende
· Lunch Karte - Nutzungsberechtigung Mo. - Fr. von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr + Wochenende

Laufzeitverträge
Die Nutzungsverträge werden für eine bestimmte Laufzeit (Anzahl Mitgliedsmonate ab Vertragsbeginn = Grundlaufzeit) geschlossen und verpflichten das Mitglied zur Zahlung von mindestens der Anzahl voller monatlicher Beiträge, die der Anzahl der Monate der Grundlaufzeit entspricht (also 3, 6, 12, 18 oder 24 Monate). Es gilt folgende Kündigungsregelung: Wird das Vertragsverhältnis nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der vereinbarten Grundlaufzeit gekündigt, so verländert es sich stillschweigend auf unbestimmte Zeit, bis es unter Einbeziehung einer Frist von sechs Wochen zum Mitgliedsmonatsende gekündigt wird. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Smart Fitness-Verträge
Die Nutzungsverträge sind auf unbestimmte Frist geschlossen. Sie sind mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Mitgliedsmonats schriftlich kündbar.

Ruhezeit
Die Fitness Company gewährt nach zeitnaher Vorlage eines ärztlichen Attestes mit Sportverbot, eines Schwangerschaftsnachweises oder einer schriftlichen Bestätigung des Arbeitgebers über einen beruflich bedingten Auslandsaufenthalt eine kostenfreie Ruhezeit von 1-3 vollen Monaten, sofern die genannten Nachweise diesen Zeitraum voll bestätigen. Die Anzahl der Ruhemonate wird an die Vertragslaufzeit angehängt. Während der Ruhezeit besteht keine Trainings- und keine Kündigungsmöglichkeit. Ruhezeiten sind nur bei ungekündigten Mitgliedschaften möglich. Ein Rücktritt von der Ruhezeit ist schriftlich jederzeit möglich.

4-wöchiges Sonderkündigungsrecht
Das Mitglied kann innerhalb von 4 Wochen (28 Tage) nach Abschlussdatum schriftlich ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Die Trainingsmöglichkeit endet dann nach dem zweiten Mitgliedsmonat. An Gebühren fallen an: Die beiden ersten Mitgliedsmonate, die Clubgebühr und die Verwaltungsgebühr.

Geltung der Haus- und Benutzungsordnung
Ergänzend gelten die Vorschriften der im Studio ausgehängten Haus- und Benutzungsordnung.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte unseren Customer Service Mitarbeiter in Ihrem Club.

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Der Kommafehler wurde beim Abtippen übernommen.

Ich überlege, ob ich doch noch kündigen soll. Sonderkündigungsrecht habe ich ja noch.